Schulsport auf Ski

Dresden - In der Landeshauptstadt erhalten Schülerinnen und Schüler Skiunterricht an der Elbe. Die Aktion "Schulsport auf Ski" unter Schirmherrschaft des sächsischen Kultusministers Christian Piwarz will junge Menschen für den Wintersport begeistern und neue Talente fördern. Trainiert werden sie von Langlauflegende Tobias Angerer.

Wo in der vergangenen Woche noch die internationale Langlauf-Elite um neue Bestzeiten kämpfte, machen nun Schülerinnen und Schüler aus 16 Dresdner Grundschulen ihre ersten Gehversuche auf den schmalen Brettern. Unter der Schirmherrschaft des sächsischen Kultusministers Christian Piwarz findet auf der Weltcupstrecke am Königsufer die Aktion "Schulsport auf Ski" statt. Mit kreativen Einsendungen von selbstgedrehten Videos, Wandzeitungen bis hin zu gebastelten Skiern konnten sich die Schulen für die kostenfreie Sportstunde bewerben. Die vom Skiweltcup Dresden initiierte Aktion soll Interesse wecken und so neue Akzente im Schulsport setzen. Die Organisatoren erhoffen sich, so auch neue Talente für den Leistungssport zu begeistern, der an chronischem Nachwuchsmangel leidet. Viele der teilnehmenden Kinder stehen zum ersten Mal auf Langlaufskiern. Die sächsische Wintersportlegende Tobias Angerer hilft ihnen als Trainer die Grundlagen zu verinnerlichen und ihre ersten Runden sicher zu meistern. Für gute Stimmung bei der abschließenden Medaillenvergabe sorgt Schneetiger "Skitty", das Maskottchen des Deutschen Skiverbands. Die Aktion begeistert Lehrer und Schüler gleichermaßen. Piwarz befürwortet die Nutzung der Strecke nicht nur durch die Hochleistungssportler am Weltcupwochenende, sondern auch durch die sportinteressierte Bevölkerung. Einer dritten Ausgabe im nächsten Jahr stehe nichts entgegen, eventuell könne man dann auch Gymnasialklassen einbeziehen. Interessierte aller Altersklassen sind eingeladen, selbst mal eine Runde auf der Langlaufstrecke mit Blick auf die Altstadt zu drehen, denn ein Eintrittspreis wird nicht erhoben.
Die Nachwuchswoche des Skiweltcup Dresden, in deren Rahmen am Montag auch Kinder mit Behinderungen zur Inklusions-Sportstunde eingeladen wurden, wird noch bis Freitag, den 18. Januar fortgesetzt.