Schulverwaltungsamt planlos – Kapazitätsprobleme gefährden nun auch Hortplätze

“Nicht jedes Kind wird einen Hortplatz bekommen“, befürchtet Gerit Thomas, Schulpolitische Sprecherin von den Grünen angesichts der Grundschulsituation im Ortsamtsbereich Neustadt. +++

Bei einem Treffen der Neustädter Elternvertreter mit Schulbürgermeister Lehmann und Schulleitern bestätigte Frau Bibas, Leiterin des Kitaeigenbetriebes, dass aufgrund der Raumnot in den Neustädter Grundschulen werden wahrscheinlich bereits im nächsten Jahr nicht alle Kinder einen Hortplatz bekommen. Auch die Ganztagsschulangebote geraten in Gefahr. Durch die wachsende räumliche Enge könne es gut möglich sein, dass die Betriebserlaubnis nicht überall in erforderlichem Umfang gewährt werden kann. Eine Betriebserlaubnis für die Horte müsse an allen kommunalen Neustädter Grundschulen aufgrund des zu erwartenden Mehrbedarfs neu geprüft und neu vergeben werden.
Gerit Thomas dazu: „ Besonders an der 15. und an der 30. Grundschule wird durch das weitere Ansteigen der Schülerzahlen die bestehende Situation verschärft. Der verzögerte Umzug der Mittelschule Weixdorf bringt die Schulen im Ortsamtsbereich an die Grenzen des Möglichen. Es rächt sich nun, dass die Schulnetzplanung sprichwörtlich auf Kante genäht wurde. Der seit Jahren vorhandene Geburtenanstieg wurde außerdem offenbar unterschätzt.“

„Die immer wieder ans Licht kommenden neuen Hiobsbotschaften zum Schulnotstand in der Neustadt offenbaren die Planlosigkeit, mit der das Schulverwaltungsamt agiert. Hier wird auf dem Rücken der Kinder eine Schulplanung der steten Unterversorgung etabliert und mittelfristig festgeschrieben, wenn es uns nicht gelingt, diese schnellstmöglich den erforderlichen Realitäten anzupassen.“

Dass die Schulverwaltung keinesfalls Herr der Lage ist, beweisen die immer neuen Ideen, die Eltern als Lösung präsentiert werden. Erst soll das BSZ Melanchthonstraße der Mittelschule weichen, jetzt sollen die Mittelschüler in Container zwischengelagert werden. „Darüber kann man nur noch den Kopf schütteln.“

Diese Situation wird sich auch in anderen Stadtteilen noch zuspitzen, dies ist sicher. Neueste Prognosen lassen erwarten, dass bis 2020 die Schülerzahlen noch weiter ansteigen, denn ein Rückgang der Geburten ist nicht in Sicht. „Wir werden hier nicht lockerlassen,“ verspricht Thomas. Angesichts der Lage muss zügig ein nachhaltiges Schulnetzkonzept her. Gegebenenfalls muss sich die Landeshauptstadt externe Unterstützung holen.

Quelle: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

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