Schutzmasken für Bedürftige

Sachsen Bereits seit dem 20. April gilt in Sachsen die landesweite Maskenpflicht in verschiedenen Bereichen des Alltags. Während in der Landeshauptstadt bereits Mundnasenschutzmasken an die Bürger seit dem Beginn verteilt wurden, sah es in Chemnitz und Leipzig nicht danach aus.

Doch das änderte sich nun zumindest in Chemnitz. Fast einen Monat nach der Einführung der Maskenpflicht, organisierte die Stadt die Vergabe von Schutzmasken an zwei Einrichtungen für sozial Benachteiligte. Auch wenn in Chemnitz nicht an alle Bürger eine Maske verteilt wird, erhalten zumindest Menschen, denen es nur schwer möglich ist, an eine Maske zu kommen, die Chance auf Schutz.

Neben dem Obdachlosenheim bekommen auch die Tafeln Masken gespendet. Die Wahl auf diese Einrichtungen fiel schnell. Die Chemnitzer Tafeln werden von vielen bedürftigen Menschen besucht. Vor Corona zählte Chemnitz noch 12.000 Bedarfsgemeinschaften die Leistungen bekommen haben, seit dem sind noch über 1.000 Anträge dazu gekommen.
Zur Verfügung gestellt wurden die rund 300 Masken übrigens nicht von der Regierung, sondern von dem Verein Berufsförderung Network Chemnitz. Dieser gemeinnützige Verein führt Arbeitsgelegenheiten und Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen durch. Nachdem die Maßnahmen durch Corona abgebrochen werden mussten, meldeten sich einige freiwillig, um Masken zu nähen.
© Sachsen Fernsehen

Dies ist nur der Anfang des Projekts. Die Tafeln und das Obdachlosenheim in der Heinrich-Schütz-Straße sollen weiterhin Masken vom Berufsförderungsnetwork e. V. Chemnitz erhalten, sodass jedem auch in diesen Zeiten die Teilnahme am sozialen Leben ermöglicht werden kann.