Schwanensee feiert Premiere in Chemnitz

Woran denken Sie zuerst, wenn Sie „Schwanensee“ hören? Vermutlich an Tänzerinnen in weißen Tutus, Spitzentanz und die wunderbare Musik von Tschaikowsky.

Nicht nur deswegen gilt das Ballett zu Recht als eines der schönsten der Welt. In Chemnitz hat Ballettdirektor Lode Devos den Klassiker ein wenig moderner, aber nicht minder bezaubernd auf die Bühne gebracht.

Ist es Märchen, Sage oder einfach nur tragische Liebesgeschichte? Das Ballett „Schwanensee“ hat von allem ein bisschen. Auch in der Chemnitzer Inszenierung verwebt Choreograf und Ballettdirektor Lode Devos die Grenzen zwischen Realität und Zauber. Unzählige Male ist die Geschichte um den Prinzen Siegfried, der sich unsterblich in die verwunschene Schwanensprinzessin Odette verliebt, schon in der Welt aufgeführt worden. Und doch vermag sie immer wieder zu verzaubern, was nicht zuletzt an der wunderschönen Musik von Peter Tschaikowsky liegt.

Von den Tänzern fordert das Ballett nicht nur körperlich einiges, sondern auch schauspielerisch. Schwierig ist vor allem die Doppelrolle der Odette/Odile, in der die Tänzerin einen guten und einen bösen Charakter verkörpern muss. In Chemnitz tanzt die Französin Leslie Humbert diese Rollen und hat sich zumindest auf der Bühne schon für eine Seite entschieden.

Interview: Leslie Humbert – „Odette/Odile“

Viele kennen Schwanensee vermutlich als opulentes Ballett mit rauschenden Kostümen und viel Spitzentanz. Diese Form wird es in Chemnitz nicht geben. Lode Devos hat eine ganz eigene, moderne Sprache gefunden, ohne sich jedoch dem klassischen Ballett gänzlich zu verweigern. Seine Interpretation der Geschichte soll den Zuschauer in das märchenhafte Geschehen hineinziehen, ihn tief berühren.

Interview: Leslie Humbert – „Odette/Odile“

Die Geschichte, die Lode Devos seine Tänzer erzählen lässt, weicht nur minimal von dem bekannten Märchen ab. Einzig das Ende gibt es in verschiedenen Varianten. Welche allerdings der Chemnitzer Ballettdirektor gewählt hat, das soll erst zur Premiere verraten werden.

++
Das Theatermagazin „SZENE“ mit Aniane Rütz am Freitag 17.30, 19.30 und 21.30 Uhr und Samstag 09.30 und 11.30 Uhr bei SACHSEN FERNSEHEN.