Schwanenteich-Mörder müssen lebenslang hinter Gitter

Am Landgericht Chemnitz ist am Donnerstagnachmittag das Urteil im Prozess im so genannten „Mord am Schwanenteich“ in Mittweida gefallen.

Die Angeklagten Marcel S. und Adriana M. wurden dabei des gemeinschaftlichen Mordes schuldig gesprochen und müssen lebenslang in Haft.

Damit folgte das Landgericht dem vorgeschlagenen Strafmaß der Staatsanwaltschaft.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass beide am 25. November des vergangenen Jahres Adrianas Ex-Freund Sascha B. eine heimtückische Falle stellten.

Unter einem Vorwand hatte Adriana M. das Mordopfer ins Parkgelände am Schwanenteich gelockt.

Dort hatte dann ihr Bekannter Marcel S. den Mord mit einem Messer ausgeführt.

Die Aussage der Angeklagten, dass Sascha B. Marcel S. zuerst angegriffen und dieser dann aus Notwehr zugestochen habe, stufte das Gericht als nicht glaubwürdig ein.

Die Indizien, wie unter anderen die Vielzahl der Einstiche, würden dafür sprechen, dass der Mord genau wie geplant ausgeführt wurde.

Die Verteidigung hatte dagegen auf Totschlag und Mordversuch sowie eine Freiheitsstrafe unter sechs Jahren plädiert.

Im Fall von Marcel S. worde sogar ein Freispruch wegen Notwehr gefordert.

Adriana M. und Mordopfer Sascha B. hatten eine von Drogen, Gewalt und Demütigungen geprägte Beziehung geführt.

Als nach der Trennung der drogenabhängige Sascha B. kein Umgangsrecht für die gemeinsame Tochter erhielt, eskalierte die Situation in der Folgezeit.

Adriana M. hatte dann ihren Bekannten Marcel S. überredet, den Mord auszuführen.

Dieser gab an, aus Liebe zu Adriana M. gehandelt zu haben.

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