Schwarzfahrer sehen Rot

Eine Fahrausweiskontrolleurin (42) war am Dienstagabend in der Straßenbahnlinie 15 unterwegs.

Als sie einen Blick auf die Fahrscheine von zwei Männern (17/29) werfen wollte, reagierten die Alkoholisierten ungehalten. Erst als die männlichen Kollegen (25/34) der Kontrolleurin hinzukamen, lenkte wenigstens der 17-Jährige ein und zeigte sogar einen gültigen Fahrschein vor; sein älterer Freund konnte dies nicht.

Laut Polizei verweigerte er zudem jegliche Angaben zu seinen Personalien und versuchte an der Haltestelle Lindenauer Markt“ auszusteigen. Weil ihn die Kontrolleure daran hinderten, warf er erst seinen Döner in das Gesicht eines Kontrolleurs und wollte sich dann an der menschlichen Sperre vorbeidrängeln. Bei dem Gerangel zog er jedoch den deutlich Kürzeren.

Der Dönerwerfer landete bäuchlings auf dem Boden. Dort schränkte ein auf ihm knieender Kontrolleur seinen weiteren Bewegungsdrang ein. Sein 17-Jähriger Begleiter traf daraufhin die falsche Entscheidung. Tatkräftig sprang er seinem Freund zur Seite, fand sich jedoch kurze Zeit später selbst am Boden wieder, wo das Körpergewicht des zweiten Kontrolleurs auf ihm lastete.

Doch sein Handeln war auch aus einer zweiten Blickrichtung unüberlegt. Immerhin hätte der mit Haftbefehl (Jugendarrest) Gesuchte seines Weges gehen können und müsste nun (noch) nicht hinter Gittern sitzen. Verletzt wurde bei dieser Aktion aber niemand.