Schwere Investition bei den Stadtwerken Leipzig

Am Dienstag wurden zwei jeweils 75 Tonnen schwere neue Heißwasserkessel auf dem Betriebsgelände in der Eutritzscher Straße eingebaut. Mit ihnen soll die Fernwärmeversorgung auch bei heftigen Minusgraden gesichert werden. +++

Die Leipziger Stadtwerke hatten am Dienstag im wahrsten Sinne des Wortes schwer zu tun. Um die Fernwärmeversorgung auch bei heftigen Minusgraden sichern zu können, wurden zwei neue Heißwasserkessel angeschafft. Und die Stahlkolosse passten nicht durch die Eingangstür! 

Es war eine große Herausforderung, für die Stadtwerke und die Lieferanten, denn die beiden neuen Heißwassererzeuger sind nicht nur jeweils zehn Meter lang, jeder Kessel wiegt auch 75 Tonnen. Klar, dass sie mit einem Schwerlasttransport von Köthen nach Leipzig transportiert werden mussten, doch die größte Aufgabe kam vor Ort in der Eutritzscher Straße auf die Beteiligten zu.
Geduld war das Stichwort. Millimeterweise geschah dass, was wir ihnen hier im Zeitraffer zeigen. Ein 900 Tonnen schwerer Kran hiefte die Kessel in die Öffnung des Daches. Und das Wetter war nicht gerade hilfreich. Während der Aktion sorgten heftige Schauer für Verzögerungen. Und auch im Vorfeld lief nicht alles glatt.
Die Anschaffung der beiden neuen Heizkessel war übrigens auch nicht gerade billig. Die Stahlkolosse und der Einbau kosten die Stadtwerke etwa 4,7 Millionen Euro. Eine investition, die sich laut Karsten Rogall aber definitiv lohnt.
Neben der Versorgungssicherheit bringt die Anschaffung auch Entlastungen für die Umwelt. Denn die alten Dampfkessel hatten einen thermischen Wirkungsgrad von etwa 80 Prozent, die neuen Heißwasserkessel bringen es dagegen auf bis zu 97 Prozent. Und das bei niedrigen Emmissionswerten.