Schwerer Unfall – Hier ist die Verkehrsunfallforschung vor Ort

Dresden – Nach schweren Unfällen mit Personenschaden kommt sie zum Einsatz: Die Verkehrsunfallforscher der Technischen Universität Dresden. Ein schwerer Verkehrsunfall am Samstagnachmittag hat einen 25-jährigen Dresdner das Leben gekostet. Auch hierzu haben die Experten Untersuchungen aufgenommen.


Bei einem schweren Verkehrsunfall am Samstagnachmittag in Dresden kam ein 25-Jähriger ums Leben. Der Mann fuhr gegen 15.30 Uhr mit seinem Hyundai auf der Pirnaer Landstraße Richtung Zentrum. Kurz nach dem Abzweig Altsporbitz verlor er jedoch die Kontrolle über das Auto und krachte frontal gegen eine Hauswand. Dabei wurde der Fahrer im Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Noch währenddessen wurde der Mann reanimiert, verstarb jedoch am Abend im Krankenhaus. Auch die aus dem 19. Jahrhundert stammende Hauswand erlitt lange Risse über mehrere Etagen, die das Technische Hilfswerk abstützen musste. Doch nicht nur Feuerwehr und Polizei, auch die Verkehrsunfallforschung war am Samstag vor Ort. Sie untersuchen Unfälle mit verletzten Personen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Straßenverkehr sicherer zu gestalten. Am Unfallort verbringt die Verkehrsunfallforschung rund 1,2 Stunden. Die Nachbearbeitung eines Falles kann jedoch bis zu 30 Stunden dauern. Danach werden die ausgewerteten Daten der Fahrzeugindustrie und der Bundesanstalt für Straßenwesen zur Verfügung gestellt. Seit nun 18 Jahren untersucht die Verkehrsunfallforschung Unfälle, um in Zukunft Unfälle zu verhindern. Rund 1000 Fälle nehmen sie dabei pro Jahr auf, die von Fahrradunfällen bis hin zu Massenunfällen reichen.

© Roland Halkasch