Schweres Seebeben erschüttert Japan

Um 14:46 Uhr Ortszeit erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 8,8 den Norden von Japan. Es war das schwerste in der Geschichte Japans. Kurz nach dem Beben gaben Behörden eine Tsunami-Warnung raus. Es dauerte nur wenige Minuten bis eine vier Meter hohe Flutwelle auf die Pazifikküste des Landes zuraste.

90 Prozent aller weltweiten Erdbeben ereignen sich in dieser Region, da dort mehrere Erdplatten aufeinander treffen. Japan liegt am sogenannten „Pazifischen Feuerring“. Nach ersten Meldungen soll es bereits fünf Tote und mehrere Verletzte gegeben haben.

Erst am Mittwoch war es in dieser Region zu einem Erdbeben der Stärke 7,3 gekommen. Dieses ging allerdings glimpflich aus.

Die Verwüstungen vor Ort sind fürchterlich. Selbst ein Atomkraftwerk war von den Folgen betroffen – es brannte ab. Die Zahl der Toten und verletzten steigt stündlich weiter an. Selbst in den USA waren die Auswirkungen der Tsunami-Welle zu spüren. In Hawaii kamen die Wassermassen in abgeschwächter Form bereits am Nachmittag (deutscher Zeit) an. Auch in Kalifornien bereitete man sich auf mögliche Evakuierungen vor.

Reise- und Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab eingerichtet. Für Deutsche, die unmittelbar von den Ereignissen in Japan betroffen sind, ist die Botschaft Tokyo unter der

Telefonnummer +81 3 5791 7700

und der E-Mail-Adresse info@tokyo.diplo.de erreichbar, ferner der Krisenstab in Berlin rund um die Uhr unter +49 30 5000 3000.