Schweres Zugunglück bei Hordorf – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Güterzug-Lokführer – Identifizierung der Toten weiter kompliziert – Trauerbeflaggung in Sachsen-Anhalt

Wie am Montagnachmittag bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Magdeburg ein Ermittlungsverfahren gegen den Lokführer des Güterzuges eingeleitet.

Es besteht nach ersten Informationen der Verdacht der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der Gefährdung des Bahnverkehrs.

Es wird dem Verdacht nachgegangen, ob der Lokführer ein Haltesignal überfahren hat.

Aktuell werden Zeugen von den Ermittlern vernommen, um die Ursache des schweren Bahnunfalls zu rekonstruieren.

Identifizierung weiter kompliziert
Weiterhin sei es für die Ermittler schwer, die Leichen zu identifizieren. Bisher konnten lediglich zwei Personen zweifelsfrei identifiziert werden. Nach Aussage der betroffenen Verkehrsgesellschaft Veolia sind bei dem Unglück auch der Lokführer des Nahverkehrszug HEX und eine Zugbegleiterin ums Leben gekommen.

Fahnen auf Halbmast
Der Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt, Holger Hövelmann, hat unterdessen landesweite Trauerbeflaggung bis zum Freitag angeordnet: „Dieses Unglück hat das ganze Land erschüttert“, erklärte Innenminister Holger Hövelmann (SPD). „Wir wollen ein Zeichen der Anteilnahme setzen. Sachsen-Anhalt ist in Gedanken bei den Angehörigen der Unfallopfer.“