Sechs sächsische Verlage für Deutschen Verlagspreis nominiert

Dresden - Für den Deutschen Verlagspreis der Staatsministerin für Kultur und Medien sind auch sechs sächsische Verlage nominiert. Zu den insgesamt 66 nominierten kleinen und unabhängigen Verlagen gehören auch Ars Vivendi (Dresden), der Buchkinder Verlag e.V., der Lehmstedt Verlag, der Poetenladen Verlag, Spector Books (alle aus Leipzig) sowie Voland und Quist (Dresden/Leipzig). 

Am 18. Oktober wird der Preis in drei Kategorien auf der Frankfurter Buchmesse zum ersten Mal verliehen: Drei herausragende Verlage erhalten für die besondere Qualität, Nachhaltigkeit und Innovationskraft ihrer Arbeit Gütesiegel und Prämien in Höhe von jeweils 60.000 Euro. 60 weitere Verlage werden für ihre hervorragende Leistung mit einem Gütesiegel und jeweils 15.000 Euro ausgezeichnet. Ein undotiertes Gütesiegel erhalten drei Verlage, die mit ihrem durchschnittlichen Jahresumsatz über drei Millionen Euro pro Jahr liegen. Wer zu den herausragenden drei Verlagen gehört, erfahren die Sieger erst bei der Preisverleihung im Oktober.

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange erklärt: „Kleine Verlage sind wichtige Förderer ganz besonderer Druckerzeugnisse. Sie sorgen mit ihrer Kreativität und ihrem besonderen Zugang für die enorme inhaltliche und ästhetische Vielfalt des gedruckten Wortes. Sie schaffen unverwechselbare Publikationen und bieten jungen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit für erste Veröffentlichungen. Sie brauchen dringend Unterstützung und Förderung, die wir auch mit dem sächsischen Verlagspreis gern geben. Gerade kleine Verlage arbeiten mit einer hohen gestalterischen, literarischen und wirtschaftlichen Qualität. Sie nehmen damit auch eine kulturelle, wissenschaftliche, gesellschaftliche und soziale Verantwortung wahr. Die würdigt auch der Freistaat gern mit seinem eigenen Verlagspreis. Es ist erfreulich, dass der Bund die besondere Leistung der kleinen Verlage ebenfalls würdigt.“

Die nominierten Preisträger des Deutschen Verlagspreis hat eine unabhängige Jury aus insgesamt 312 Bewerbungen ausgewählt. Entscheidende Kriterien waren dabei neben dem eigentlichen Verlagsprogramm das kulturelle Engagement, die Umsetzung neuer Projekte oder eine besonders hohe Qualität der verlegerischen Arbeit.

Zur Jury unter Vorsitz des Literaturkritikers und Fernsehmoderators Denis Scheck gehören die Germanistin und Literaturkritikerin Insa Wilke, die Buchgestalterin Iris Farnschläder sowie die Literaturübersetzerin Patricia Klobusiczky und ihr Kollege Hinrich Schmidt-Henkel. Weitere Mitglieder sind der Verantwortliche für Business Development bei der Frankfurter Buchmesse Lars Birken-Bertsch sowie der Buchhändler und Bookstagrammer Florian Valerius.