Seinen Träger*innen soll er Glück bringen

Sprachwissenschaftler meinen, dass der Name Saphir auf das Hebräische zurückzuführen ist.

Andere sehen den Ursprung nicht in Persien, sondern in Indien. Er soll ein Begriff des Sanskrit sein und von Saturn geliebt bedeuten. In Indien glaubt man deshalb auch, dass der Saphir seiner Trägerin oder seinem Träger Glück bringt. Am häufigsten kommt bei den Saphiren die Farbe Blau vor, doch auch die Farben violett und orange kommen häufig vor. Erlaubt ist also, was gefällt.  

Schon die blaue Farbe allein ist ein schöner Grund, um einen Saphir zu kaufen. Doch auch der geschichtliche Hintergrund könnte für eine Kaufentscheidung wichtig sein. Je nach Kultur und Zeit glaubten die Menschen, dass der Saphir Schutz vor Hexen und Magier bot. In unserer Zeit steht der Stein für die Liebe, die Reinheit des Herzens, die Wahrheit und die Aufrichtigkeit. Deshalb hat er als Verlobungsring inzwischen auch eine ganz besondere Bedeutung. Schließlich wird ihm auch eine große Bedeutung in Bezug auf die Unsterblichkeit, der Keuschheit, der Kraft und der Ehre zugeschrieben. Manche Menschen glauben daran, dass er für Reichtum sorgen kann und Streit verhindern hilft. Geht man in die Spiritualität, so schützt dieser Stein den Geist und die Seele.  

© Sachsen Fernsehen/Symbolbild

Ein begehrenswerter königlicher Stein 

Der Edelsteine gibt es viele. Doch einer der Bekanntesten ist wohl mit der Saphir. Er ist nicht nur schön, sondern auch langlebig und sehr selten. Saphire entstehen aus einem Mineral, welches den Namen Korund trägt, wobei die meist blaue Farbe von Eisenpartikeln her stammt. Wer sich wie eine Königin fühlen möchte oder einen Verlobungs- oder Ehering benötigt, der kommt an Saphir Ringe nicht vorbei. Sie bestechen nicht nur durch ihr Aussehen, sondern haben auch einen symbolischen Wert. 

 Weisheiten und Einsichten 

Viele magische Wirkungen und Kräfte werden dem Stein also zugeschrieben. Heilkundige glaubten etwa, dass der Saphir nicht nur heilende, sondern auch energetische Kräfte besitzt. So soll der blaue Saphir das dritte Auge öffnen können und dem wird nachgesagt, dass es das Tor zur Weisheit und Einsicht ist. Im antiken Griechenland wurde das Orakel von Delphi niemals kontaktiert, ohne einen blauen Saphir miteinzubeziehen. Selbst in der Bibel wird der blaue Saphir erwähnt. So soll der blaue Saphir auch für Frieden in der Seele sorgen und Gefühle tiefster Zuneigung schaffen. Schon immer war Schmuck aus Saphiren bei den hohen Würdenträgern der Kirche sehr beliebt. Für sie ein Symbol des Himmels. Um der spirituellen Wahrheit näherzukommen, wurde sogar vonseiten eines Papstes im 12. Jahrhundert angeordnet, dass Bischöfe einen goldenen Saphir Ring zu tragen haben. Der Grund lag auch darin, dass man glaubte, dass die Bischöfe so ihre Keuschheit bewahren können. Im Christentum gibt es Menschen, die den Sternsaphir als den Stein des Schicksals bezeichnen. Glaube, Schicksal und Hoffnung, das bedeuten für sie die drei Querstreifen. So wurden Sternsaphire auf Reisen getragen, um vor Krankheit und Dämonen zu schützen. 

Der Stein der Könige schmückte 

Der Saphir ist nicht nur überwältigend schön, sondern war schon immer und zu allen Zeiten äußerst beliebt. Aus dem Judentum ist bekannt, dass die zehn Gebote in Saphir gemeißelt wurden. Die kornblumenblaue Farbe des Saphirs lässt leicht einen Bezug zum Himmel herstellen, womit sich die religiöse Verwendung erklären dürfte. Für die Griechen ist der Saphir heute noch ein nationales Heiligtum und der Nationalstein an sich. Menschen mit königlichem Blut, aber auch der einfache Adel ließen ihre Kleidung mit Saphiren verzieren. Sie glaubten, dass die Steine sie vor Untreue und Neid schützen, aber auch für Macht und Reichtum sorgen würden. So besaß bereits Helena von Troja einen Sternsaphir und Napoleon schenkte seiner Frau ein Schmuckset mit sage und schreibe 29 Saphiren.  

Perfekt für viele Anlässe 

Der blaue Saphir ist nicht nur farbintensiv, sondern auch der Stein für eine Hochzeit. Immer beliebter wird deshalb wohl auch Hochzeitsschmuck mit Saphiren. Auch Lady Diana erhielt einen blauen Saphir Ring als Verlobungsring. Und nach 16 Jahren Ehe, also zur Saphirhochzeit, ist der blaue Saphir einfach das ideale Geschenk. Zeitlos und modern zugleich. Eine lohnende Investition für die Zukunft. 

Worauf achten? 

Wer sich für einen Saphir entscheidet, egal ob als Ring, Armband oder Ohrring, der sollte auf die Farbintensität des Steines achten. Denn die bestimmt den Wert des Steines. Je tiefer die Farbe, umso höher der Wert. Auch die Reinheit ist wichtig, ebenso der Schliff. Beide sind wichtig, damit die blaue Farbe ihre gesamte Wirkung entfalten kann. Weiter ist die Herkunft des Steines entscheidend. Die meisten Saphire kommen aus Thailand, Ostafrika, China oder dem Osten Australiens. Hochwertige Saphire kommen jedoch aus Sri Lanka, Myanmar und Kaschmir. Hier werden die teuersten Saphire der Welt abgebaut, die auch in den britischen Kronjuwelen zu finden sind.