Seit 1. April großes Interesse an Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

189 Beratungen aus- und inländischer Handwerker hat die Handwerkskammer Dresden zwischen dem 1. April 2012 und dem 31. Dezember 2012 im Rahmen des verabschiedeten Anerkennungsgesetzes durchgeführt.+++

Mit dem „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ (so der offizielle Name) können Antragsteller überprüfen lassen, ob ihr im Ausland erworbener Abschluss mit einem deutschen Berufsabschluss vergleichbar ist. Inhaber einer Gleichwertigkeitsbescheinigung erhalten die gleichen Berechtigungen wie Personen mit einem deutschen Prüfungszeugnis.

Bei den 189 Beratungen bei der Handwerkskammer Dresden wurden von den Handwerkern Berufsqualifikationen aus europäischen Ländern  wie Frankreich, Italien, Moldawien, Polen, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, der Türkei, der Ukraine und Ungarn vorgelegt. Es wurden aber auch Qualifikationen aus Kasachstan, dem Irak,  Vietnam, Tunesien, Kanada und Burkina Faso vorgelegt.

Es wurden 20 Anträge gestellt (15 Männern und fünf Frauen), wovon bisher einer zur vollständigen Anerkennung der Gleichwertigkeit des Berufsabschlusses führte (ein Fahrzeuglackierer aus Polen) und zwei eine teilweise Gleichwertigkeit bestätigt bekamen. Bei den 20 Anträgen – alle Antragsteller leben in Deutschland – handelte es sich u. a. um die Berufe Tischler (5 Anträge), Kraftfahrzeugmechatroniker (2), Anlagenmechaniker für SHK-Technik (2) sowie Augenoptiker, Bäcker, Fahrzeuglackierer,  Feinwerkmechaniker, Kraftfahrzeugtechnikermeister, Maßschneider und Maurer (alle jeweils ein Antrag).

„Diese Zahlen zeigen, dass es zum einen ein reges Interesse (zumeist) ausländischer Handwerker gibt, sich ihren Berufsabschluss hier anerkennen zu lassen und damit bessere Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu haben“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, Dr. Andreas Brzezinski. Die niedrigen Zahlen der konkreten Anträge und Anerkennungen zeigten aber auch, „wie schwierig es in vielen Fällen ist, Lehrpläne und Leistungsnachweise aus den jeweiligen Ländern zu erhalten, um stichhaltige Vergleichsmöglichkeiten für die Anerkennung zu haben“, so Brzezinski.

Quelle: Handwerkskammer Dresden

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