SEK-Einsatz in Belgershain – Mann verschanzt sich in Wohnung

Einen Polizeieinsatz löste am gestrigen Abend ein polizeibekannter Täter aus. Dieser griff zuerst seinen eigenen Vater und danach seine Nachbarn an. +++

Die eintreffenden Polizeibeamten riefen daraufhin den Rettungswagen

und der Geschädigte wurde ambulant behandelt. Gegen 18:30 Uhr kam der Täter

erneut auf das Nachbargrundstück. Hier sprach er zunächst mit der Mutter (70) des Nachbarn.

Gegenüber ihr äußerte er, dass er seine Hose und sein Handy ersetzt haben möchte,

da beides bei der körperlichen Auseinandersetzung kaputt gegangen war. Ansonsten

würde er das Haus anzünden. Anschließend verließ er das Grundstück.

Die 70-Jährige

rief die Polizei. Die Beamten nahmen eine Anzeige wegen Bedrohung auf und begaben

sich zum Täter. Dieser weigerte sich hartnäckig, die Tür zu öffnen. Gleichzeitig drohte

er an, dass er auf eintretende Polizisten schießen würde. Daraufhin wurde das

Spezialeinsatzkommando angefordert; zeitgleich ein Notarzt und ein Schlüsseldienst.

Trotz erneuter Versuche der Kontaktaufnahme zeigte er sich uneinsichtig und ließ die

Rollläden herunter.

Gegen Mitternacht erfolgte der Zugriff des

Spezialeinsatzkommandos. Der 34-Jährige kletterte daraufhin an der Giebelseite aus

dem Fenster in der zweiten Etage und drohte zu springen. Die Spezialeinsatzkräfte

waren aber rechtzeitig in der Wohnung und hinderten ihn daran. Anschließend wurde

er im Rettungswagen versorgt. Der anwesende Notarzt verfügte die Einweisung in eine

psychiatrische Klinik. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Eine Waffe wurde in der

Wohnung nicht gefunden.