SEK-Einsatz in Leipzig-Miltitz

Leipzig – Ein Notruf wegen häuslicher Gewalt löste am Samstagabend in Leipzig-Miltitz einen SEK-Einsatz aus.

© Sachsen Fernsehen

Eine 43-jährige Frau hatte die Beamten am frühen Abend kontaktiert, da ihr 51-jähriger Lebenspartner sie körperlich attackiert hatte. Als Streifenbeamte des Reviers Südwest gegen 18.40 Uhr bei der Frau in der Geschwister-Scholl-Straße auf Höhe der Rosenstraße eintrafen, stand diese bereits vor dem Haus. Ihr 51-jähriger Partner befand sich ebenfalls am Einsatzort. Er sei sehr aufgebracht gewesen, weshalb die Beamten ihn zurück ins Haus baten, so Polizeisprecher Andreas Loepki.

Im Gespräch mit dem Opfer berichtete die Frau, dass ihr Mann (Jäger) nach eigenen Aussagen Waffen im Haus aufbewahren soll. Diese hatte die 43-Jährige allerdings noch nie gesehen. Eine Gefährdungslage konnte so jedoch nicht mehr ausgeschlossen werden und ein Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamts wurde zur Verstärkung alarmiert.

Die 13 und 16 Jahre alten Söhne des Paares, die sich zur Tatzeit noch im Haus befanden, konnten durch Anraten der Polizei das Haus sicher verlassen.

Beim Betreten des Hauses merkten die Beamten später, dass der Mann sich dort nicht mehr befand. Er hielt sich zu dieser Zeit bereits in einer nahe gelegenen Pizzeria auf. Dort wurde er um 22.15 Uhr widerstandslos in Gewahrsam genommen. Im Haus konnten bei einer folgenden Durchsuchung durch die Polizei weder Waffen noch Munition gefunden werden.

Gegen den 51-Jährigen wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Gefahr für die Bevölkerung bestand während des Einsatzes laut den Beamten nicht.