Seltene Erden in Sachsen – Konkurrenz für Weltmarktführer China?

In Storkwitz wurden Seltene Erden gefunden. Eigentlich eine Sensation, wenn man bedenkt, dass wir von Seltenen Erden abhängig sind und China im Prinzip Monopolist im Abbau der wichtigen Metalle ist. +++

Seltene Erden sind Metalle, die weltweit nicht zwingend selten vorkommen, jedoch nur in winzigen Mengen und sehr schwer abbaubar. Große Flächen kommen dagegen selten vor.

Zu den Metallen der Seltenen Erden, so der korrekte Name, gehören insgesamt 17 Elemente. Dazu gehören die Lanthanoide und die Elemente der dritten Gruppe des Periodensystems, zum Beispiel Scandium, Neodym oder Lathan.

Neodym wird zum Beispiel für Dauermagnete benötigt, wie sie in Windkraftanlagen, Kernspintomografen oder Hybridautos Verwendung finden. Auch Plasmafernseher, LEDs oder Handys sind ohne diese Seltenen Erden undenkbar.

China hat das weltweit größte Vorkommen an Seltenen Erden und fördert diese auch. Das Land produziert 97 Prozent der weltweiten Menge. Die Weltmarktpreise für die Metalle sind in der letzten Zeit enorm gestiegen, weil China seinen Export sim letzten Jahr immer weiter eingeschränkt hat.

Das wäre doch DIE Chance, mitten in der Wirtschaftskrise Profit zu machen. Doch auch international versuchen nun viele Länder, Seltene Erden zu fördern und somit unabhängig zu werden von China, was diese Elemente angeht.

Die Deutsche Rohstoff AG aus Heidelberg hat sich die Rechte an dem Vorkommen schon 2007 gesichert. Entdeckt wurden sie schon von der DDR, als sie in den 1970er Jahren Bohrungen auf der Suche nach Uran durchführten. Bei 29 Bohrungen in dem Gebiet konnte der Erzkörper bisher durch fünf Bohrungen definiert werden. Er beinhaltet leichte SEE (Seltene Erden Elemente, Anm. d. Redaktion) wie Cer, Lanthan, Praseodym und Neodym aber auch schwere Seltenerden wie Europium und Yttrium.

Die Deutsche Rohstoff AG hat die „Seltenerden Storkwitz AG“ gegründet, die dieses Jahr mit den ersten Probebohrungen beginnen soll und auch den Börsengang wagen wird.  

Dr. Titus Gebel, Vorstand und CEO der Deutsche Rohstoff AG: ” Die einzige Seltenerden-Lagerstätte Mitteleuropas kann nun zügig weiter entwickelt werden kann. Seit DDR-Zeiten sind sich die Geologen einig, dass diese Lagerstätte zur Tiefe hin noch deutlich wachsen kann. Die Seltenerden Storkwitz AG verfügt über Zugang zu den besten Experten“.

Ob und wieviel Vorkommen der Seltenen Erden sich unter der Erde von Storkwitz befinden, ist unklar. Geschätzt wird es auf 38.000 Tonnen und zusätzlich 8.000 Tonnen Niob, welches verwendet wird um Spezialstähle herzustellen.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass der Abbau dieser Metalle sehr schwer ist und nicht sicher ist, wieviel von ihnen tatsächlich in Storkwitz zu finden sein werden.