Semesterbeitrag an der TU Dresden steigt

Dresden - Zum neuen Semester müssen Studierende an der Technischen Universität Dresden 274,70 Euro Semesterbeitrag zahlen. Zum Vorjahr steigt der Satz damit erneut um drei Euro. Für das Wintersemester 2018/19 hat sich dabei Anteil für die Studierendenvertretung erhöht. 

Für das Wintersemester 2018/19 steigt der vergleichsweise kleine Anteil für die Studierendenvertretung am Semesterbeitrag von 4,60 Euro auf 7,60 Euro. Die Anteile für das Studentenwerk Dresden in Höhe von 82,90 Euro und das Semesterticket in Höhe von 184,20 Euro bleiben weiter unverändert, nachdem sie schon vergangenes Jahr erhöht wurden. Der Gesamtbeitrag liegt somit bei 274,70 Euro. Der Semesterbeitrag in Dresden hat sich allein in den vergangenen zehn Jahren um über 100 Euro erhöht: So mussten Studierende im Sommer 2008 gerade einmal 160,60 Euro an Beitrag leisten.

Wie kommt es zur Erhöhung?

In den vergangenen Jahren führten abwechselnd Steigerungen bei Semesterticket oder Studentenwerksanteil zu Beitragserhöhungen. Diesmal schlägt der Studierendenrat zu. Bereits am 16. November 2017 war vom ehemaligen Geschäftsführer Finanzen des StuRas Robert Georges ein Antrag auf Erhöhung des Beitrags zum Sommersemester 2018 gestellt worden. „Hintergrund für den größeren finanziellen Bedarf der Studierendenschaft ist unter anderem ein neues Personalkonzept mit drei, statt wie bisher zwei, Angestellten. Dies verbessert den Service für Studierende weiter", erklärt Alexander Busch, Geschäftsführer Öffentliches.

Die studentischen Beiträge werden für die nach §24 Abs. 3 SächsHSFG vorgesehenen Aufgaben der Studierendenschaft verwendet. Neben dem neuen Personalkonzept und höheren Tariflöhnen haben mehr Studierende einer Projektförderung beantragt. Seit 2012/13 hat sich der Ausgabenbereich für den Rat um das Dreifache gesteigert. Ebenso sind Angebote des StuRa ausgebaut worden: Zusätzliche Beratungen, mehr Workshops, neu gegründete Referate sowie viele weitere Projekte und Veranstaltungen bereichern das Leben auf dem Campus.

„In den letzten Jahren konnte für Mehrausgaben noch auf Rücklagen zurückgegriffen werden. Die sind jedoch inzwischen aufgebraucht. Gleichzeitig gab es durch sinkende Studierendenzahlen weniger Einnahmen“, erläutert Sebastian Jaster, Geschäftsführer Finanzen. Bis die Beitragserhöhung greift, wird der StuRa daher nun auch reduzierte Aufwandsentschädigungen ausschütten, Investitionen verschieben und als letzte Konsequenz gegebenenfalls weniger Projekte fördern.