Sempergalerie – Alte Meister in neuem Licht

Im größten Gebäude des Zwingerkomplexes, dem Semperbau beginnen die Sanierungsarbeiten. Einen Schwerpunkt der Bautätigkeit im Ostflügel bildet der Innenausbau im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss.+++

Der von Gottfried Semper 1847 bis 1854 im Stil der Neorenaissance errichtete Museumsbau wird in den nächsten Jahren einer grundlegenden Erneuerung unterzogen. Einen Schwerpunkt der Bautätigkeit im Ostflügel bildet der Innenausbau im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Daran anschließend in einer zweiten Bauphase folgt der Ausbau des Westflügels voraussichtlich ab Mitte 2015.

Staatsminister Prof. Dr. Georg Unland erklärte bei einem Rundgang: „Die Galerie Alte Meister mit ihren herausragenden Kunstwerken ist ein Besuchermagnet. Durch die intensive Nutzung weist das Gebäude hohe Verschleißerscheinungen auf. Darüber hinaus haben Schäden an den Oberlichtern und bauphysikalische Probleme gezeigt, dass eine grundlegende Sanierung notwendig ist. Gemeinsam mit dem Landtag haben wir deshalb entschieden, dass eine Komplettsanierung in zweit Etappen umgesetzt wird.“ Bei der Sanierung wird es zu keiner Veränderung der Grundstruktur des historischen Gebäudes kommen, allerdings werden durch einige Eingriffe die Besucherführung, die Fluchtwege und die Barrierefreiheit erheblich verbessert. So wird die Osthalle in Zukunft durch eine Verbindung von der Garderobe und Hauptkasse aus erreichbar sein sowie im Ostflügel ein Treppenhaus und Aufzug eingebaut.

Die gesamte Haustechnik wird erneuert. Dabei kommt eine innovative Klimatechnik zum Einsatz, die sich den Belastungen durch die Besucher anpasst und zu einem optimalen Klima sowohl für die Kunstwerke als auch das historische Bauwerk führt. Neues Lichtkonzept Neue Wege geht die Galerie Alte Meister beim Lichtkonzept. Nach gründlicher Planung und intensiver Abstimmung mit den Staatlichen Kunstsammlungen wurde ein Tageslichtkonzept entwickelt, dass Kunstlicht nur zur unterstützenden Beleuchtung verwendet. „Mit dem Tageslichtkonzept machen wir einen großen Schritt zurück zum Ursprungsbau Gottfried Sempers und sind gleichzeitig Vorreiter einer neuen Tendenz im Museumsbau. Für die Besucher werden die Gemälde mit wechselnden Tages- und Jahreszeiten in immer neuen Lichtvarianten erlebbar“, so der Finanzminister.

Bis 2017 sollen die Bauarbeiten am 127 Meter langen und 29 Meter breiten zweistöckigen Galeriegebäude abgeschlossen werden. Es wird für die Komplettsanierung der Sempergalerie mit Gesamtbaukosten in Höhe von 47 Millionen Euro gerechnet. Davon sollen für die erste Bauphase (2013 bis 2015) Mittel in Höhe von 22,3 Millionen Euro (Ostflügel) und für die zweite Bauphase (2015 bis 2017) Mittel in Höhe von 24,4 Millionen Euro (Westflügel) aufgewendet werden.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium der Finanzen