Sensation verpasst – RB Leipzig verliert gegen den FC Augsburg

Die Roten Bullen zeigten eine sehr engagierte Leistung, waren über weite Strecken gleichwertig mit den Gästen aus Augsburg. Doch letztendlich triumphierte der abgezockte Bundesligist mit 0:1 und schoß Leipzig so aus dem Pokal. +++

Die erste Hälfte begannen beide Mannschaften offensiv und spielten mit munter drauf los. RB Leipzig versteckte sich nicht und machte in den ersten Minuten mächtig Druck. Die Gäste aus Augsburg waren dadurch sehr überrascht und kamen deshalb nur schwer ins Spiel.

Erst nach gut einer Viertelstunde übernahm der Bundesligist die Spielkontrolle, konnte aber gegen gut stehende Rote Bullen nichts ausrichten. Ein Unterschied von drei Spielklassen war in der ersten und schon sehr hart geführten Halbzeit nicht zu sehen.

Im Gegenteil, denn zehn Minuten vor dem Pausenpfiff übernahm RB Leipzig wieder das Ruder, machte enormen Druck auf die Augsburger und zwang sie zu Fehlern.
Leider fehlte den Leipzigern am Ende meist der entscheidende letzte Pass oder wie Frahn das Quäntchen Glück, um einen Treffer zu erzielen. Dennoch: RB Leipzig zeigte eine genauso couragierte Leistung wie gegen die Wolfsburger. Deshalb ging der Pausenstand von 0:0 mehr als in Ordnung.

Nach dem Seitenwechsel kam zunächst Augsburg besser in die Partie. Die Roten Bullen reagierten nur auf die Angriffe des Bundesligisten und konnten so keine eigenen Akzente setzen.

Erst nach einigen Minuten kam dann wieder RB ins Spiel. Zwei gute Chancen von Rockenbach und Frahn leiteten eine Leipziger Drangphase ein, in der die Bullen eine hundertprozentige Chance liegen ließen.

Und wie so oft: Machst du ihn vorne nicht rein, dann kassierst du selber einen. Und so kam es dann auch! Nach einem guten Pass war es Daniel Brinkmann in der 62. Minute, der den Führungstreffer für die Gäste erzielte.

RB jetzt sichtlich verunsichert. Nur vereinzelt konnten sich die Leipziger aus der Umklammerung von Augsburg befreien. Trotzdem steckten die Leipziger nicht auf, konnten sich aber keine Großchancen erarbeiten.

Augsburg lauerte auf Konter und versuchte mit Zeitspielen das 0:1 über die Zeit zu retten. Die Gäste waren sichtlich nervös und mit dem Ergebnis zufrieden. Durch die Passivität der Augsburger war es in den letzten Minuten ein Spiel auf nur ein Tor.
RB stürmte und stürmte, aber wie die gesamte Partie über mangelte es bei den Bullen an der Chancenverwertung.

Wenige Minuten vor Schluss dann eine brisante Szene: Nach einer Ecke von RB kam es zu einem Foul im Strafraum, der Schiedsrichter verweigerte den Bullen aber den mehr als fälligen Elfmeter. Pech für die Leipziger.

Doch die Roten Bullen gaben nicht auf: Die letzten fünf Minuten spielte nur noch RB Leipzig. Augsburg fand überhaupt nicht mehr statt. Doch wieder gelang es den Roten Bullen nicht, den Ball hinter die Linie zu bugsieren.

Der Endstand von 0:1 war der krasse Gegenentwurf zum Spielverlauf. Leipzig hatte zu fast jedem Zeitpunkt die Partie unter Kontrolle, die Augsburger Gäste waren zu keinem Zeitpunkt besser.

Unterm Strich war es eine typische Pokalpartie. Der Favorit aus Augsburg machte das eine und am Ende entscheidende Tor gegen einen aufopferungsvoll spielenden Außenseiter aus Leipzig, der den Sieg mehr als verdient gehabt hätte.

Doch letztendlich gelang es dem Regionaligisten trotz einer ganz starken Leistung nicht, die nötigen Akzente zu setzen und ihre Chancen effektiv zu nutzen. Augsburg war kaltblütig und siegte am Ende. Unverdient zwar, aber Fußball ist nun einmal Ergebnissport.

Die Leipziger machten in ihrer DFB-Pokal-Premiere gegen zwei Bundesligisten eine sehr gute Figur, waren in beiden Spielen überlegen. Alles in allem: Gute Werbung für den Leipziger Fußball! Das sahen die 34.300 Zuschauer (übrigens Rekord für RB Leipzig) in der Red Bull Arena genau so.