Sensation wie erwartet ausgeblieben: SC DHfK Leipzig verliert gegen THW Kiel

David konnte diesmal Goliath nicht besiegen. Die tapferen Handballer des SC DHfK Leipzig boten dem übermächtigen THW Kiel in der dritten Runde des DHB-Pokals dennoch einen großen Kampf – obwohl die Ergebnistafel am Ende ein deutliches 27:43 zeigte. +++

Nüchtern betrachtet waren die Leipziger von Beginn an chancenlos. Dennoch versuchten die Hausherren in der restlos ausverkauften Arena Leipzig (5.700 Zuschauer) lange mit dem Deutschen Meister, Pokalsieger und Champions League-Gewinner mitzuhalten und gingen in den Anfangsminuten einmal mit 4:2 in Führung. Die Zuschauer feierten das bereits wie einen Sieg und trieben ihre Leipziger Mannschaft weiter an.

Danach war es dann aber auch schon vorbei mit der Leipziger Herrlichkeit. Die Kieler zogen ihr gewohntes Spiel auf und ließen schwere Tore leicht aussehen. Die Leipziger versuchten mit aller Macht, den Abstand nicht allzu groß werden zu lassen, konnten aber am Acht-Punkte Rückstand zur Pause (15:23) nichts ändern.

Auch nach dem Seitenwechsel war es ein ungleicher Kampf. Die tapferen DHfK-Handballer wehrten sich nach Kräften, doch die Wucht des Kieler Spiels war nicht mehr aufzuhalten. Die Nordlichter waren eben nicht nur eine Klasse besser – Sie spielen in ihrer eigenen Liga.

Das Ergebnis fiel mit 27:43 vielleicht etwas zu hoch aus, aber dennoch standesgemäß. Der THW Kiel zog erwartungsgemäß in die nächste Runde ein, zogen aber vor den Leipzigern dennoch den Hut: „Der Sieg ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen. Leipzig hat lange gut mitgehalten.“, so der Kieler Coach Alfred Gislason nach dem Spiel – und auch die Zuschauer feierten die DHfK-Handballer, als hätten sie den Sieg davon getragen.