Sensationeller Fund in Chemnitz

Ein sensationeller Fund einer versteinerten Wurzel überrascht das Grabungsteam an der Frankenberger Straße in Chemnitz.

Beim Schließen des Grabungsfelds an der Frankenberger Straße 61 machten das Grabungsteam des Museums für Naturkunde einen sensationellen Fund: in 5 Metern Tiefe entdeckten sie eine weit verzweigte Baumwurzel, die einer Mangrove ähnelt.

Die Nachricht erreichte den Direktor des Museums für Naturkunde, Dr. Ronny Rößler und die Kustodin der naturwissenschaftlichen Sammlung, Dr. Thorid Zierold auf dem Statussymposium der VolkswagenStiftung in Hannover, in deren Rahmen sie am Sonntag und heute das Chemnitzer Forschungsprojekt „Versteinerter Wald Chemnitz- Vom Vulkanismus konservierte Momentaufnahme aus dem Perm“ vor internationalem Publikum präsentierten.

Die konkrete Fundstelle war dem Grabungsleiter Ralph Kretzschmar bereits bekannt. Mit Beginn der Grabung im Jahr 2008 konnte ein noch aufrecht stehender Stamm an dieser Stelle geborgen werden. Mit zunehmender Ausgrabungszeit näherte man sich dem Paläoboden.

Mit der tatsächlichen Freilegung der Wurzel rechnete der Direktor des Museums jedoch kaum noch. „Seit Oktober letzten Jahres sind wir am Rückbau der Ausgrabungsstelle. Insofern ist es umso überraschender, die Wurzel eines der ersten Stämme freilegen zu können. Mit einer 180 Grad Wendung und luftwurzelähnlichen Auswüchsen weist diese Wurzel eine sehr interessante Wuchsform auf, die wir so noch nicht kennen.“

Die Analyse der Wurzel einschließlich des Stammes wird den Wissenschaftlern Aufschluss über die Baumart, die Lebensweise sowie das damalige Ökosystem geben.

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