SERVICE: Fahrtipps zum Wintereinbruch

Der Wintereinbruch steht in Dresden vor der Tür. Morgen könnten schon die ersten Flocken niederfallen und am Samstag soll den ganzen Tag schneien. Da gilt es auch das Auto im Griff zu haben:

Bisher hat uns der Winter fast verschont. Doch das wird nicht so bleiben. Regen, Schnee und Eis verwandeln die Straßen in gefährliche Rutschbahnen. Autofahren auf winterlichen Straßen ist deshalb jedes Jahr eine neue Herausforderung. Frank Weißflog, Fahrerlaubnisexperte bei DEKRA Dresden sagt wie Sie auch bei Winterwetter sicher ans Ziel kommen:

• Die Ausrüstung des Kraftfahrzeuges muss den Wetterverhältnissen angepasst werden. Hierzu gehören besonders eine geeignete Bereifung (Winterbereifung) und Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage. Das fordert die StVO im § 2.

• Vor dem Start die Scheiben, Spiegel und Scheinwerfer von Schnee und Eis befreien. Lediglich ein Guckloch in der Frontscheibe reicht nicht aus, zumindest das Scheibenwischerfeld sollte frei sein. Aber auch die Seitenscheiben müssen frei gehalten werden, um die Sicht zur Seite z.B. beim Abbiegen nicht zu versperren. Sichtbehinderungen durch Beschlagen oder Eis können laut StVO § 23 beanstandet werden. Türmen sich auf Dach und Motorhaube Schneemengen, droht unterwegs ein gefährlicher Blindflug, wenn sie über die Frontscheibe rutschen.

• Besondere Konzentration ist nötig, wenn die Route über Brücken, Kuppen und durch Waldstücke führt. Hier bildet sich oft schon Glatteis, wenn die Straßen ansonsten frei sind und die Temperatur noch leicht über dem Nullpunkt liegt.

• Wie rutschig die Fahrbahn ist, zeigt ein kleiner Test: Bei niedrigem Tempo die Bremse kurz antippen – aber nur, wenn klar ist, dass kein Fahrzeug folgt man selbst oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden können.

• Das A & O auf winterlichen Straßen ist ein gefühlvoller Umgang mit dem Gaspedal. Haben große Gänge und niedrige Drehzahlen Priorität, drehen die Räder nicht so leicht durch. Plötzliches Gasgeben oder Gaswegnehmen bringt das Auto hingegen leicht auf Schleuderkurs.

• Wer feinfühlig lenkt, spürt jedes Abdriften des Autos sofort und hält das Auto leichter in der Spur. Droht das Fahrzeug auszubrechen, heißt es: cool bleiben, Gas wegnehmen und das Auto durch behutsames Gegenlenken wieder auf Kurs bringen.

• Ist noch kein ABS an Bord, ist auch beim Bremsen viel Gefühl gefragt, damit das Auto auf glatter Straße nicht ausbricht. Machen blockierte Räder das Fahrzeug unlenkbar, sorgt die „Stotterbremse“ für Abhilfe. Dazu mehrmals schnell hintereinander kurz, aber kräftig bremsen. Wird’s kritisch, hilft zusätzlich der Tritt aufs Kupplungspedal. Das hält die Räder von Antriebseinflüssen frei.

• Vorausschauend fahren – dieses Gebot sicherer Fahrweise gilt bei Fahrten auf rutschiger Fahrbahn mehr noch als sonst, betont Frank Weißflog von DEKRA Dresden. Das bedeutet, Tempo anpassen und den Verkehr gut im Blick behalten. Und da sich der Bremsweg und damit auch der Anhalteweg bei Eis- und Schneeglätte gegenüber normalem trockenem Asphalt extrem verlängern, muss der Sicherheitsabstand genauso wachsen. „Übrigens“, so der Fachmann von DEKRA Dresden, „sollte man niemals die Winterbereifung als Allheilmittel gegen Glätte betrachten. Auch Reifen mit dem besten Gripp haben physikalische Grenzen, die man nicht überschreiten sollte.“

Quelle: DEKRA Dresden

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