Service: Sonnenschutzmittel richtig anwenden

Mit dem Sommer naht die Urlaubszeit und für viele ist ein Sonnenbad der Inbegriff für Erholung und Entspannung. Doch wie schützt man seine Haut effektiv vor der gefährlichen Sonneneinwirkung? Lesen Sie mehr unter dresden-fernsehen.de +++

Ein Übermaß an ultravioletten Strahlen kann jedoch zu gesundheitlichen Schäden führen. Wenn eine bestimmte Strahlendosis überschritten ist, können die kurzwelligen UVB-Strahlen Sonnenbrand verursachen und bei andauernder Überlastung der Haut zur Entstehung von Hautkrebs führen. Die langwelligen UVA-Strahlen dringen wesentlich tiefer in die Haut ein und sind daher in der Lage, die Bindegewebsstruktur zu schädigen. Dies führt zu einer verstärkten vorzeitigen Hautalterung. Zusätzlich erhöht sich durch eine übermäßige UVA-Exposition ebenfalls das Hautkrebsrisiko. Statistiken weisen eine jährlich steigende Zahl an Hautkrebserkrankungen aus, wobei hellhäutige Menschen und Personen, die vermehrt Sonnenbrände in der Kindheit erlitten haben, besonders gefährdet sind.

Das Sächsische Verbraucherschutzministerium empfiehlt daher dringend, Sonnenschutz ernst zu nehmen.

Neben angemessenem Verhalten und Schutz durch Textilien tragen heute vor allem wirksame Sonnenschutzmittel wesentlich zum Schutz der Haut vor negativen Folgen der Sonnenstrahlung bei. In den letzten Jahren wurden die Sonnenschutzmittel – den Erkenntnissen der Forschung folgend – stetig weiterentwickelt und insbesondere der UVA-Schutz erhöht. Seit 2006 gelten in der Europäischen Union Mindestanforderungen an die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und eine einheitliche Kennzeichnung wurde eingeführt:
Der Umfang des UVA-Schutzes soll mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes betragen – das erkennt der Verbraucher durch das kreisrunde UVA-Symbol. Das Schutzniveau der Sonnenschutzmittel wird in vier Produktkategorien unterteilt.Auf den Produkten muss gemäß der nachstehenden Tabelle die Produktkategorie und der Lichtschutzfaktor angegeben werden:An der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen werden jährlich 30 – 50 Proben Sonnen-schutzmittel aus dem Handel sowie von sächsischen Herstellern hinsichtlich Kennzeichnung und stofflicher Beschaffenheit überprüft. Dabei konnte in den vergangenen Jahren festgestellt werden, dass in diesen Produkten der UVA-Schutz deutlich erhöht wurde. Abgesehen von einigen Altprodukten, die noch im Handel vorgefunden wurden, erfüllen die aktuellen Sonnenschutzmittel die Empfehlungen der EU-Kommission.

Zur richtigen Anwendung von Sonnenschutzmittel und für einen immer ausreichenden Sonnenschutz gibt das Sächsische Verbraucherschutzministerium folgende praktische Tipps:
Meiden Sie die intensive Mittagssonne. Beachten Sie, dass auch Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor keinen vollständigen Schutz bieten. Tragen Sie Sonnenschutzmittel vor dem Sonnenbad und in ausreichender Menge auf (zu geringe Menge reduziert die Schutzwirkung). Wenden Sie Sonnenschutzmittel wiederholt an, insbesondere nach Schwitzen, Schwimmen und Abtrocknen der Haut. Schützen Sie Babys und Kleinkinder vor direkter Sonneneinstrahlung durch ab-schirmende Kleidung sowie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor.Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

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