SERVICE: Was bei Geschenkgutscheinen zu beachten ist

Was ist zu beachten, wenn man einen Gutschein kauft und diesen verschenkt?

Viele Verbraucher hetzen auch jetzt, zwei Tage vor Weihnachten, noch durch
die Geschäfte, um die letzten Geschenke für ihre Lieben zu besorgen. Oftmals
bringt aber auch der hektische Gang durch die Läden keine Inspiration. Dann
heißt die Lösung wieder einmal: Geschenkgutschein. Ganz gleich, ob im großen
Kaufhaus oder beim kleinen Einzelhändler, alle bieten Gutscheine als
beliebten „Geschenk-Ersatz“ an. 

Was ist aber zu beachten, wenn man einen Gutschein kauft und diesen verschenkt?

Vielfach sind Gutscheine befristet, das heißt, sie müssen innerhalb einer
bestimmten Zeitspanne eingelöst werden. Auf dem Gutschein ist dann meist ein
festes Datum aufgedruckt. „Dies ist zunächst rechtlich nicht zu beanstanden,
aber eine zu knapp bemessene Frist ist unwirksam“, informiert Marion Schmidt
von der Verbraucherzentrale Sachsen. Man kann dann auch nach Fristablauf die
Einlösung verlangen. Eine Frist von einem Jahr oder darunter ist in den
meisten Fällen nicht wirksam, da sie den Verbraucher unangemessen
benachteiligt. Die gesetzliche Verjährungsfrist für Gutscheine beträgt drei
Jahre. Das Hanseatische Oberlandesgericht hat darüber hinaus festgestellt,
dass z.B. Kinogutscheine ab Ausstellungsdatum nicht vor Ablauf von zwei
Jahren verfallen dürfen.

Gutscheine fürs Theater, und zwar für eine bestimmte Theateraufführung in
der entsprechenden Spielzeit, gelten dann auch nur für diese Zeit.

Ist ein Gutschein unbefristet, muss dieser innerhalb von drei Jahren
eingelöst werden. Die Frist beginnt dann immer erst zum Schluss des Jahres,
in dem der Gutschein erworben wurde.

Wer einen Gutschein zu Weihnachten geschenkt bekommt, kann diesen nach
Auffassung der Verbraucherzentrale Sachsen auch Stück für Stück einlösen.
Rechtlich ist allerdings noch nicht geklärt, ob der Händler sich auf diese
Vorgehensweise einlassen muss oder einfach aus Kulanzgründen seinem Kunden
entgegen kommt. „Jedoch hat der Verbraucher kein Recht, den Restbetrag des
Gutscheines als Bargeld ausgezahlt zu bekommen“, informiert Schmidt.

Quelle: VBZ Sachsen

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