SG Dynamo Dresden will “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“

54 deutsche Ultra-Gruppierungen haben in Anlehnung an die österreichische Kampagne “Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ eine gemeinsame Erklärung verfasst. +++

Die SG Dynamo Dresden unterstützt die Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ Über kaum ein anderes Thema wird in der deutschen Fanlandschaft momentan heißer diskutiert, als über die Verwendung von Pyrotechnik im Rahmen von Fußballspielen. Auf der einen Seite können pyrotechnische Stilmittel der Fankurve eine einzigartige Atmosphäre verleihen, auf der anderen Seite sorgt die unverantwortliche Verwendung stets für große Gefahr für die Stadionbesucher. Um diesem Zwiespalt entgegen zu treten, haben Anfang Dezember 54 deutsche Ultra-Gruppierungen in Anlehnung an die österreichische Kampagne „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“ eine gemeinsame Erklärung verfasst.
 
Grundlegender Tenor dieser Erklärung ist das Ziel, Pyrotechnik unter gewissen verantwortungsvollen Rahmenbedingungen in deutschen Stadien legal zum Einsatz zu bringen. Ebenso ist eine klare Forderung nach dem Verzicht auf Knallkörper und Leuchtraketen darin formuliert. Unabhängig von den aktuellen baulichen Voraussetzungen im Rudolf- Harbig-Stadion unterstützen die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden die ins Leben gerufene Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“. Denn sie bietet die Möglichkeit, das Thema „Pyrotechnik“ verantwortungsbewusst und fair zu diskutieren und den so unbefriedigenden wie gefährlichen Kreislauf aus Regelverletzungen und Verbandssanktionen zu durchbrechen.
 
Sowohl im altehrwürdigen Rudolf-Harbig-Stadion bei der Verabschiedung von Ulf Kirsten oder den Flutlichtgiraffen, als auch bei der Eröffnung des Neubaus am 15. September 2009 hat die Dresdner Fanszene bewiesen, dass sie verantwortungsvoll mit pyrotechnischen Erzeugnissen umgehen kann. Das vernünftige Verhalten beim Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock, die Vielzahl von Spruchbändern im Rahmen der letzten Heimspiele und eine ausführliche Informationspolitik innerhalb der eigene Fanszene haben zudem gezeigt, dass in der Dresdner Fanszene ein Umdenken stattgefunden hat und man gewillt ist, die Legalisierung von Pyrotechnik unter gewissen Rahmenbedingungen durch Kommunikation mit den zuständigen Institutionen zu erreichen.

Die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden bestärken die Dresdner Fanszene in ihren Bemühungen und werden auch in Zukunft in Gesprächen mit dem DFB und den Sicherheitsträgern für die Genehmigung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Pyrotechnik werben. Sie gehen dabei davon aus und erwarten, dass sich die Dynamo-Fans und alle Befürworter des legalen Einsatzes von Pyrotechnik jederzeit im Sinne der Kampagne, aber unbedingt auch im Sinne der jeweils bestehenden Regeln verhalten.

Die SG Dynamo Dresden ist sich gleichzeitig bewusst, dass auf Grund der baulichen Besonderheiten der Dachkonstruktion des Rudolf-Harbig-Stadions in Dresden zusätzliche Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung von Pyrotechnik unbedingt zu beachten sind. Allerdings betrachtet die Sportgemeinschaft die Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren“ als einen wichtigen Schritt, um vereinsübergreifend für Heimund Auswärtsspiele eine Lösung zu finden.

Weitere Informationen: http://pyrotechniklegalisieren.blogsport.de/

Quelle: Dynamo Dresden

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