SG Leipzig-Leutzsch: „…besonderes Anliegen des Vereins ist die Förderung des Jugendfußballsports“

Die SG Leipzig-Leutzsch ist gegründet. Der FC Sachsen liegt im Sterben. Wie der Sprecher des neugegründeten Vereins am Donnerstagnachmittag bekannt gab, will der neue Verein als Auffangbecken für die Jugendteams und die U23 des scheidenden FC Sachsen agieren. +++

Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben dem Vorstandssprecher Jamal Engel auch die grün.weiße Fußballlegende Dr. Bernd Bauchspieß, Jens Barthelmes, Frank Schöllhammer, Jens Krüger, Rolf Mehlhorn und Sven Prell.

Ziel der SG Leipzig-Leutzsch ist offenbar die unendliche Folge von Insolvenz und Neugründung von Leutzscher Fußballsclubs fortzuführen. Gute Tradition, wie der Vorstandssprecher Jamal Engel in einer Presseerklärung am Donnerstagnachmittag deutlich macht: „Die SG Leipzig Leutzsch wurde am 21.05.2011 gegründet und steht in der Traditionslinie der früheren Leipziger Vereine Britannia 1899 Leipzig, SV Tura 1932, ZSG Industrie, BSG Chemie Leipzig, FC Grün Weiß Leipzig und des FC Sachsen Leipzig 1990 e.V. Die Vereinsfarben sind grün-weiß.“, nichts Neues also im Leipziger Fußball-Westen.

Viele gute Ideen und moralische Grundsätze hat die Sportgemeinschaft Leipzig-Leutzsch sich auf die Fahnen geschrieben. „Ein besonderes Anliegen des Vereins ist die Förderung des Jugendfußballsports. Daher verstehen wir uns als Auffangbecken für alle Nachwuchsmannschaften, inklusive der U23 Männermannschaft des insolventen FC Sachsen Leipzig. Wir möchten allen Mannschaften die Möglichkeit geben in ihren bisherigen Spielklassen zu verbleiben. Darüber hinaus möchten wir unseren Nachwuchs nach modernsten DFB – Trainingskonzeptionen ausbilden, und ihnen weiterhin im „Alfred Kunze“ Sportpark ihre Heimstätte geben.“, hieß es in der Presseerklärung weiter.

„Um die dringend notwendigen, umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an der traditionsreichen Spielstätte durchführen zu können, haben wir in unserer Satzung festgelegt , dass 20% aller jährlichen Sponsoreneinnahmen des Vereins in die Infrastruktur der Sportstätte fließen. Damit möchte der Verein entsprechende Nachhaltigkeit schaffen, und allen Mannschaften optimale Trainings- und Wettkampfbedingungen ermöglichen.“

Ob die Jugendmannschaften des „toten“ FC Sachsen und die U23 wirklich bald unter der Flagge der SG Leipzig-Leutzsch in der kommenden Saison auflaufen werden, hängt vom derzeitigen Insolvenzverwalter Heiko Kratz und dem sächsischen Fußballverband ab.

Und…auch die BallSG Chemie ist heiß auf den FC Sachsen Nachwuchs. Doch zu einer Schlammschlacht will es der neugegründete Verein nicht kommen lassen: „Die SG Leipzig Leutzsch erklärt hiermit, dass sie die grün-weiße Leutzscher Fußballkultur nicht weiter spalten möchte. Der Verein und die Unterstützer bevorzugen daher eine schrittweise Annäherung an die BallSG Chemie. Dazu führen beide Vorstände bereits erste Gespräche miteinander.“, so Jamal Engel in der Presseerklärung.