SG LVB siegt ohne Mühe in Apolda

Die Handball-Herren der SG LVB haben am Samstagabend auswärts beim HSV Apolda 1990 mit 35:25 (18:9) gewonnen.

„Das war eine durchweg geschlossene Mannschaftsleistung, die mit einem tollen Sieg gekrönt wurde“, freut sich Co-Trainer Torsten Löther. Kuriosum in der Halbzeit: Abwehrchef Alexander Pietzsch reiste aufgrund eingesetzter Wehen bei seiner Frau vorzeitig ab.

Gleichzeitig zur Partie in Apolda verlor der ärgste Leipziger Verfolger HSV Bad Blankenburg mit 33:37 in Wolfen. Sollte LVB am nächsten Samstag (16.04.) um 19.30 Uhr in der heimischen Sporthalle Brüderstraße gewinnen, wäre den Blau-Gelben die Mitteldeutsche Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Löther beschreibt den Sieg daher als einen „wichtigen Schritt zum Staffelsieg. Diesen müssen wir nächstes Wochenende daheim klar machen.“

Die Leipziger brauchten anfänglich ein paar Minuten, um in die Partie vor rund 250 Zuschauern in der ausverkauften Werner-Seelenbinder-Sporthalle zu kommen (1:3). Schnell stabilisierten sich die Messestädter in der Deckung und störten die Bemühungen des Gastgebers empfindlich, sodass LVB schon beim 4:3 die Führung übernahm.

Vor allem die gefährlichen Apoldaer Rückraumschützen wurden durch den Mittelblock entscheiden bearbeitet, im Gegenzug zeigten die Gäste ein gutes Kombinationsspiel nach vorne. Bis zum Halbzeitpfiff beim Stand von 18:9 war sowohl den Thüringern als auch ihren Fans klar, dass sie in diesem Spiel keine Chance auf einen Punktgewinn hatten.

In der Pause erhielt Alexander Pietzsch einen dringenden Anruf, dass bei seiner Frau die Wehen eingesetzt hatten und reiste vorzeitig ab. Auch am Sonntagmittag konnte der Hühne noch keine Entwarnung geben. Kurzer Tenor: Es waren Vorwehen und die Familie warte noch auf die Geburt.

Doch zurück zum Spiel: Ohne ihren Abwehrchef gingen die Leipziger in die zweite Halbzeit, ließen dennoch nichts mehr anbrennen. Vor allem Torhüter Manuel Röttig, schon beim 25:24-Sieg im Spitzenspiel gegen Freiberg einer der stärksten, bestätigte seinen Aufwärtstrend und entschärfte zahlreiche gegnerische Chancen. Trainer Jens Große wechselte munter durch, sodass jeder Spieler zu seiner Einsatzzeit kam und einen Teil zum 35:25 beitragen konnte.

Bedrückte Gesichter gab es indes bei den Gastgebern nach dem Spiel. Durch die Niederlage ist Apolda mit 15:31 Punkten Drittletzter punktgleich mit dem Elften Radis. Beide liegen drei Zähler hinter Ronneburg (18:28 Pkt.). Da höchstwahrscheinlich Köthen und/oder Halle aus der dritten Liga in die Mitteldeutsche Oberliga absteigen, gäbe es demnach vier oder mehr Absteigern. Dies wären im Moment die Teams von Platz 11 bis 14, also Apolda und Radis eingeschlossen.