Short Track – Anna Seidel holt Bronze über 1000 Meter

Dresden - Dritter und letzter Wettkampftag bei den ISU European Short Track Speed Skating Championships: Vor 2780 Zuschauern sicherte sich die Dresdnerin Anna Seidel über 1000 Meter die Bronze-Medaille hinter der Italienerin Arianna Fontana und der Niederländerin Suzanne Schulting. Bei den Herren siegte der Niederländer Sjinkie Knegt vor Semen Elistratov (Russland) und Roberto Pukitis (Lettland). Die beiden anderen deutschen Einzelstarter Bianca Walter und Christoph Schubert kamen über 1000 Meter nicht über das Viertelfinale hinaus.

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Den Mehrkampf-Titel bei den Europameisterschaften sicherte sich Arianna Fontana (Italien) vor ihrer Landsfrau Martina Valcepina und der Russin Sofia Prosvirnova. Anna Seidel belegte in der Gesamtwertung Rang sechs, Bianca Walter Platz 17. Der Niederländer Sjinkie Knegt sammelte bei den Herren die meisten Punkte und setzte sich deutlich gegen Vladislav Bykanov (Israel) und Semen Elistratov (Russland) durch. Christoph Schubert aus Dresden belegte in der Gesamtwertung Rang 17.
Begleitet von großer Euphorie wurden die Entscheidungen bei den Staffeln.

Nach einem Sturz belegten die Damen um Anna Seidel, Bianca Walter, Tina Grassow und Gina Jacobs den vierten Rang in der Gesamtwertung. Russland sicherte sich den Sieg vor Ungarn und Frankreich. Bei den Herren kamen Christoph Schubert, Florian Becker, Adrian Lüdtke und Tobias Pietsch auf dem sechsten Platz ein. Das niederländische Quartett setzte sich vor Russland und Ungarn durch.

Daniel Zetzsche, kommissarischer Bundestrainer: "Am Wochenende haben wir viele Facetten erlebt. Am Samstag waren die Ergebnisse insgesamt nicht zufriedenstellend. Am Sonntag haben wir hingegen gute Einzel- und auch Staffelläufe gesehen. Der Höhepunkt war natürlich die Bronze-Medaille von Anna Seidel. Auch die Damen-Staffel hat sich engagiert präsentiert, ist aber leider eigenverschuldet gestürzt. Die Herren haben aus den Fehlern der letzten Tage gelernt und ihren besten Lauf aufs Eis gebracht. Sie wissen, wo sie stehen und haben im A-Finale auch gesehen, wie die Spitze agiert. Im Namen unseres gesamten Teams möchte ich den Zuschauern einen großen Dank für die Unterstützung aussprechen."

Uwe Rietzke, DESG-Vizepräsident und Organisationsleiter: "Hinter uns liegen drei intensive Tage. Wir können insgesamt ein absolut positives Fazit ziehen. Die Zuschauer haben sich von den starken Leistungen auf dem Eis anstecken lassen und für eine tolle Kulisse gesorgt. Die Integration des flexiblen Bandensystems hat sich mehr als bewährt und dient als Visitenkarte für die Bewerbung zur Ausrichtung weiterer internationaler Wettkämpfe in Dresden."

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Dresden zieht positive Bilanz eines spannenden Wintersportwochenendes

Ski-Weltcup ist Anlass für Werbung in Skandinavien

Die Sieger sind gekürt, die Sportler ziehen weiter – was bleibt sind viele positive Eindrücke, begeisterte Zuschauer und sportliche Höchstleistungen. „Das war eine tolle Veranstaltung für die Sportler, die Besucher und die Stadt insgesamt“, resümiert Oberbürgermeister Dirk Hilbert nach dem erstmals am Elbufer ausgetragenen FIS-Ski-Weltcup. „Vor allem freue ich mich, dass die Atmosphäre an der Strecke so großartig war und die Organisation des Events so reibungslos funktioniert hat. Aus den Erkenntnissen dieses Jahr werden wir hoffentlich 2019 eine noch bessere Veranstaltung machen.“

Auf Beschluss des Stadtrates wurden aus dem städtischen Haushalt 300 000 Euro für den Weltcup zur Verfügung gestellt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Das war und ist gut angelegtes Geld. Die Bilder, die an diesem Wochenende aus Dresden in viele Länder übertragen wurden, sind eigentlich nicht in Euro zu messen.“ Kai Schulz, Geschäftsführer der Dresden Marketing GmbH ergänzt: „Wir werden mit dem Weltcup und den entstandenen Bildern in Russland, der Schweiz und Österreich werben. Hinzu kommt, dass der skandinavische Markt bisher von der Dresden Marketing GmbH überhaupt nicht bearbeitet wurde. Der Ski-Weltcup ist für uns Anlass in diesem Jahr erstmals auch in Norwegen, Schweden und Finnland aktiv zu werden um diese Langlauf-Nationen ganz zielgerichtet zu erreichen.“

Während der Skilanglauf in Dresden Premiere feierte, ist Short Track schon seit Jahren in der Stadt zuhause. Und so lockte die Europameisterschaft Short Tracker zahlreiche Zuschauer in die EnergieVerbund Arena. Oberbürgermeister Dirk Hilbert nahm an der Siegerehrung teil und sagte: „Dresden ist Short Track-Stadt! Wir haben den besten 134 Sportlern aus 26 Ländern Europas einen erstklassigen Wettkampfort für ihre Europameisterschaft geboten. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger und alles Gute für den nächsten Höhepunkt, die olympischen Spiele. Ganz besonders gefreut hat mich der Auftritt unserer beiden Short Track-Stars Anna Seidel und Bianca Walter. Große Werbung für den Sport und unsere Stadt!“

Exklusive Einblicke: Sachsen Fernsehen bei der EM