Sicherheitsempfinden in Chemnitz

Chemnitz- Am Donnerstagabend versammelten sich im Kraftwerk Chemnitzer Einwohner aus verschiedenen Stadtteilen, zusammen mit Vertretern der Stadt und Polizei, sowie Streetworkern.

Grund dafür war die Sicherheitskonferenz, welche unter dem Motto „Unser Chemnitz – na sicher!“ stand. Vor Ort hatten die Bürger die Chance sich zur Lebensqualität in ihrem Stadtteil zu äußern. Annett Illert – Stadtteilmanagerin von Chemnitz Mitte-West – erklärte uns, welchen Nutzen jeweilige Veranstaltungen für die Stadt haben sollen. Zu Beginn der Veranstaltung sprachen verschiedene Redner, zu Statistiken und eigenen Erfahrungen in Puncto Sicherheitsempfinden. Anschließend konnten die Gäste Fragen stellen und diskutieren.

Ein Vertreter der Technischen Universität Chemnitz äußerte sich zu selbst erhobenen Statistiken, bei denen sich herausstellte dass viele Einwohner Kriminalität fürchten, obwohl sie selbst keine Opfer von verbalen oder körperlichen Angriffen gewesen sind. Außerdem erklärte eine Ladenbesitzerin, wie spürbar die Unterstützungsmaßnahmen der Polizisten für Sie sind und dass es mittlerweile auch sichtbar mehr Sicherheitspersonal auf den Straßen gäbe. Besonders oft wurde auch die Verschmutzung der Grünflächen erwähnt. Beispielsweise Müll oder Unmengen an Hundekot, vom Küchwald bis zum Sonnenberg. Um Auffälligkeiten zu melden, können sich die Einwohner an verschiedene Ansprechpartner wenden.

Nach den Reden wurde zum ersten Mal seit 10 Jahren eine neue Methodik bei der Konferenz angewandt. Die Gäste sollten sich an Tischen niederlassen, welche jeweils mit einem Chemnitzer Stadtteil versehen waren, um dort aktiv miteinander über Verbesserungsvorschlägen zu diskutieren, die sie anschließend öffentlich vorstellen sollten. Ob das neue Konzept Veränderungen im Stadtgeschehen erreichen kann ist ungewiss. Interessierte können sich Initiativen anschließen und weiterhin Vorschläge einbringen, um Chemnitz zu verbessern.