Siebenschläfertag bringt Sonne und erste Hitze

Der sogenannte Siebenschläfertag ist eine der bekanntesten Bauernregeln.

Er besagt: Wie das Wetter am Siebenschläfertag (27. Juni) so wird es in etwa die kommenden 7 Wochen bleiben.

So lauten Bauernregeln zum Beispiel:

Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen.

Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag.
oder einfach ganz klassisch:

Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.

Am kommenden Montag ist nun dieser besagte Siebenschläfertag. Allerdings ist dieser Termin nicht ganz richtig, denn eigentlich müsste der Siebenschläfertag am 10. Juli sein. Schuld daran ist eine Kalenderreform vor einigen hundert Jahren.

Daher nimmt man in der Meteorologie häufig die gesamte Zeitspanne zwischen dem 27. Juni und dem 10. Juli (Siebenschläferzeitraum), um eine Aussage über den Wetterverlauf der nächsten Wochen zu treffen.

„Untersuchungen haben ergeben, dass das diese Regel zumindest in Süddeutschland eine Trefferquote von rund 60 bis 70 Prozent aufweist. In Norddeutschland ist die Eintreffwahrscheinlichkeit deutlich geringer“ erklärt Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET in Wiesbaden.

Mit dem gleichnamigen putzigen Tierchen hat der Name nebenbei bemerkt rein gar nichts gemein. Der Name geht auf eine alte Legende aus der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (um 250 n.Chr.) zurück. Damals wurden sieben Brüder eingemauert und wachten rund 200 Jahre später wieder quicklebendig auf.

Die spannende Frage: Wie wird denn nun der Siebenschläfertag bzw. der Siebenschläfezeitraum?

Dazu Diplom-Meteorologe Jung:

Bereits ab Samstag wird es von Südwesten spürbar wärmer. In Südwesten klettert das Quecksilber schon am Sonntag auf knapp 30 Grad. Zum Siebenschläfertag breitet sich die Wärme dann über ganz Deutschland aus. Wir erwarten Höchstwerte zwischen 25 und 33 Grad. Dazu scheint fast überall die Sonne vom blauen Himmel herab.

Am Dienstag wird es noch einen Tick heißer. Stellenweise sind dann sogar 34 oder 35 Grad möglich.

Ersten Berechnungen zufolge dauert diese hochsommerliche Phase mindestens bis Ende der kommenden Woche an, allerdings ist es nicht mehr ganz so heiß wie am Dienstag. Nachmittags und abends gibt es zunehmend kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen und Hagel. Dies bestätigt das von WETTER.NET bereits im März prognostizierte Zick-Zack-Muster des Sommers. „Der Sommer wird warm, aber wechselhaft mit zahlreichen Unwettern“, erklärte Jung schon damals.