Sieg und Niederlage am 6. Spieltag.

schwache Trefferquote kostet Rollis der Niners wichtige Punkte….

Chemnitz / Stahnsdorf: Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrten die Rollis vom RBB Team Niners Chemnitz am späten Sonntagabend aus Stahnsdorf zurück. Die Stimmung war geknickt, denn man hatte sich schon etwas mehr vorgenommen und war besonders über die Niederlage gegen Stahnsdorf enttäuscht.

Das erste Spiel gegen die 3. Vertretung der SGH Berlin verlief ganz nach Plan und wurde mit 39 zu 21 gewonnen. Hier konnte das Trainergespann Mike Reichardt und Falk Friedrich aus allen vollen Schöpfen und einige Aufstellung testen. Jeder der Rollis bekam hier genügend Einsatzzeit, den es galt Kräfte für das folgende Spiel zu sparen. Am Ende war es ein ungefährdeter Pflichtsieg, wobei man auch beisteuern muss, dass die SGH Berlin 3 sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt hat.

Im zweiten Spiel sollte dann die Revanche für das verlorene Spiel im Dezember gegen Stahnsdorf folgen. Vielleicht etwas zu motiviert gingen dabei die Rollis aus Chemnitz am Anfang der Partie zu Werke und so kam es, dass man bereits nach wenigen gespielten Minuten mit 0:6 zurücklag. Hier reagierten die beiden Trainer und stellten während einer Auszeit das System auf eine Pressverteidigung um. Diese Umstellung sollte seine Wirkung zeigen, den Stahnsdorf verlor ihren Spielfaden und das RBB Team holte Punkt für Punkt auf. Zur Halbzeit stand es dann 16:15 für Stahnsdorf. Im dritten Viertel hatte sich Stahnsdorf aber dann auf die Spielweise der Chemnitzer eingestellt und zog wieder davon. Eine weitere Umstellung brachte bei den Chemnitzern nicht viel, denn durch einfache Fehler machten sie es sich selbst schwer. Unnötige Ballverluste, unnötige Fouls und die in diesem Spiel fehlende Treffsicherheit waren dann ausschlaggebend für diese 39-28 Niederlage.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, dass sie nicht gekämpft haben. Im Gegenteil, sie gaben alles und am Ende fehlte die Kraft, Ausdauer, Cleverness und das Glück im Abschluss.“ so der Trainer Mike Reichardt.

„Diese Mannschaft hat sehr viel Potential und was wir heute von der Mannschaft verlangt haben, verlangt man sonst nur von höherklassigen Teams und keinem Einsteigerteam. Wir haben fast 40 min lang den Gegner gepresst, was sehr viel Kraft und Konzentration kostet. Deshalb kann ich dem Team auch keinen Vorwurf wegen der schlechten Trefferquote machen“ meinte der neue Landestrainer Sachsen weiter.

Auf diese Mannschaft, die erst seit knapp 1 ½ Jahren zusammenspielt, kann und muss man stolz sein, denn dieser Wille, diese Euphorie die von jedem einzelnen Spieler ausgeht, hat Seltenheitswert.

Jetzt hat das RBB Team Niners aber erst einmal eine längere Ligapause, bevor es am 18. März in heimischer Halle um weitere Ligapunkte geht, wenn jeweils die dritten Mannschaften von ALBA Berlin und vom RSC Berlin nach Chemnitz reisen. Und bereits eine Woche später geht es dann zum Ligafinale zu ALBA Berlin 3, wo man dann nochmals auf ALBA Berlin 3 und auf Stahnsdorf treffen wird. „Wir stehen in unserem ersten Jahr auf einem sicheren zweiten Tabellenplatz hinter einer Mannschaft die mit Sicherheit diesen Sport schon einige Jahre ausübt. Daher ist es durchaus beachtlich was wir mit 1x Training in der Woche bisher so auf die Räder gestellt haben. Ja uns fehlt in bestimmten Situationen die Coolness, aber die kommt eben nicht von heut auf morgen.“ fügte Benjamin Tiedt an.

Für das RBB Team Niners Chemnitz spielten:

Spiel 1:
Benjamin Tiedt 10; Jens Roscher 1; Konrad Herrmann 2; Sabrina Schneider 2; Silvio Böttger 2; Sascha Schubert 8; Thomas Krause 14; Marcel Schreiber

Spiel 2:
Benjamin Tiedt 11; Jens Roscher 2; Sabrina Schneider 2; Silvio Böttger 5; Sascha Schubert 2; Thomas Krause 6; Marcel Schreiber ; Konrad Herrmann

Anthony Scholz