Silvester – Was hat der Papst damit zu tun?

Überall kracht es an einem 31. Dezember wie heute. Das Ganze ist ein uralter Brauch. Und zwar ein heidnischer. Er kommt von den Germanen.

Die nämlich fürchteten sich vor ihrem Kriegsgott Wotan, der vor allem in der dunkelsten Jahreszeit sein Unwesen trieb. Deshalb versuchten sie ihn zu vertreiben. Mit viel Krach und Feuer. So haben die Silvesterfeuerwerke ihren Ursprung. Bei all dem Lärm sollten wir aber auch kurz innehalten und uns besinnen.

Und wieder geht das Jahr. Vorbei ist es. Zuende. Und wie erstaunlich ist es doch, dass all die 365 Tage in ihrer fülligen Gesamtheit sich nicht einbrennen bei uns. Wie die Raketen in den Himmel. Es ist nicht das Ganze, das an einem solchen Tag an uns vorbeizieht. Vielmehr sind es die Momente, die Augenblicke, die aufleuchten in unserer Erinnerung. Wie die Raketen am Himmel

Bunte Momente, schillernde. Lustige – voller Freude. Laute Momente, die wie ein Knall plötzlich wiederkehren an einem Silvesterabend. Und uns, jeden für sich, nachdenklich stimmen. Nachdenklich über all das Schöne, das war und alles, was uns das Leben schwer gemacht hat. Denn schwarze Tage waren es auch, traurige. Farblos und trist.

Nun geht es, dieses Jahr. Und mit ihm all seine guten und schlechten Zeiten, so scheint es. In einer Nacht wird alles neu, so glauben wir. Dabei ist es doch nur eine Nacht, ein Datum, eine kalendarische Festlegung.

Und ihr Ursprung liegt weit in der Vergangenheit. Beim Beginn des gregorianischen Kalenders.
Im Jahr 1582. Damals war es noch der 24. Dezember, der als letzter Tag des Jahres galt. Doch dann legte man fest – der 31. Dezember soll von nun an der Jahresabschluss sein. Denn das ist der Todestag eines bedeutenden Papstes.

O-Ton: Pfarrer Thomas Bohne, Katholische Pfarrei Liebfrauen

Und damit auch ein neues Jahr für jeden von uns. Mit bunte Momenten, schillernden hellen. Lustigen – voller Freude. Doch auch schwierige Momente werden kommen. Die wir meistern müssen. Deshalb soll das Licht in der Silvesternacht uns allen symbolisch leuchten: Kraft und Energie für das neue Jahr. Bis auch das wieder vergeht. Damit ein Weiteres kommen kann.