Sind aller guten Dinge drei? – „Ausgang offen“

Auswärtsspiele beim SV Lohhof waren für die Fighting Kangaroos aus Chemnitz in den letzten beiden Spielzeiten eine kurzweilige und zugleich negative Angelegenheit.

Beide Male gab es in Unterschleißheim eine klare 3:0-Niederlage für das Team von Kangaroo-Coach Mirko Pansa. Und beide Male reisten die Zweitliga-Volleyballerinnen vom Chemnitzer PSV nach weniger als 60 Spielminuten zurück ins Sachsenland.

Entsprechend vorsichtig ist CPSV-Trainer Mirko Pansa, trotz des 3:1-Hinspielerfolges seiner Kangaroos vom November letzten Jahres geworden.

Der traditionsreiche SV Lohhof stand in den 80er Jahren für Volleyball der Extraklasse. Insgesamt sechsmal, zwischen 1982 und 1988, holten die SVL-Damen den deutschen Meistertitel und bildeten zudem den Großteil der in der deutschen Nationalmannschaft. An diese glorreiche Zeit wollten die Vereinsverantwortlichen wieder anknüpfen. Zweimal fehlte das nötige Geld für den Zweitliga-Meister von 2006 und Vizemeister des letzten Jahres.

In dieser Saison fahren die Kangaroos als Tabellenführer zum bayerischen Vizemeister. Mit einem Auswärtserfolg würden die CPSV-Damen nicht nur die Negativserie brechen, sondern auch die Spitzenposition in der 2. Bundesliga-Süd verteidigen.

Das Team von SVL-Trainer Hannes Mülegger belegt mit 20:14 Punkten aktuell den fünften Tabellenplatz. Nach dem 3:0-Derbysieg letzte Woche in Vilsbiburg werden die SVL-Damen auch gegen Chemnitz mit breiter Brust in der Sporthalle des Carl-Orff-Gymnasiums auflaufen. Laut SVL-Trainer Hannes Müllegger werden die Gastgeberinnen wieder „am oberen Level“ spielen.

In Reihen des SV Lohhof werden die CPSV-Damen ein besonderes Auge auf Stephanie Utz haben. Die neugewählte Kapitänsfrau wird nur schwer zu kontrollieren sein. Durch den Ausfall von Martina Banse, die aller Voraussicht nach im SVL-Sechser fehlen wird, liegt allerdings ein Großteil der Angriffslast auf den Utz-Schultern. Dafür gibt es mit Patricia Hofmarksrichter, Ambria Springer und Sophie Schellenberger weitere junge Angreiferinnen, die den Chemnitzer Zweitligadamen gefährlich werden können.

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