Singen und Lesen für mehr Toleranz

Mittweida. Sebastian Krumbiegel von den „Prinzen“ und Kristof Hahn lasen in der Bürkel Halle über Flüchtlinge und deren bewegende Schicksale.

Mittweida (UW). „Bei meinem Programm geht es in erster Linie um Respekt und um den Abbau von Vorurteilen“, so „Prinzen“ – Sänger Sebastian Krumbiegel in der Fichte-Schule zu seiner Lesetour. Mit seinem Programm „Ängste und Träume“ thematisierte er Erfahrungen von Migranten in Deutschland. Neben Krumbiegel las auch Sänger Kristof Hahn Geschichten über Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Es geht dabei um Leute, die wirklich einen Grund hatten, ihr Land zu verlasssen, die verfolgt wurden und in Deutschland Zuflucht suchten.

Zwischen den Geschichten erklangen immer wieder Musikstücke, die zum Thema passend die Lesung auflockerten. „Das kommt bei den Jugendlichen an und ist nicht so steif, wie wenn nur gelesen wird“, merkte Krumbiegel an.
Der Sänger der „Prinzen“ unterstützt seit Jahren das Integrationsprojekt „Bunte Gärten“ in Leipzig. Dort entstand auch ein Buch über die Flüchtlinge und deren Schicksale. Sebastian Krumbiegel schrieb das Vorwort und fungierte als Herausgeber.

„Mit unserem Programm gehen wir dort hin wo Brennpunkte sind und suchen die Konfrontation und das Streitgespräch“, sagte Krumbiegel. „Die Resonanz ist sehr groß. Das zeigt, dass das Thema wichtig ist. Wir erreichen mit so einen Abend mehr als mit bloßer Theoretisierung. Das zeigen auch die Schreiben und Mails, die wir bekommen.“

Eine Solokarriere strebt Krumbiegel nicht an. Er ist und bleibt einer von den „Prinzen“ machte er deutlich. Seine Band befürwortet das Programm für Verständnis und Toleranz. Im März gehen die „Prinzen“ wieder auf Tour. Sie werden auch in der Region zu Gast sein.