Sintflutartige Regenfälle in Südbayern

Seit Mittwochabend regnet es auf einer Linie Hamburg- München stellenweise wie aus Eimern.

Besonders heftig sind die teils stationären Regenfälle in Südbayern. Hier sind derzeit auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes gültig. Beispielsweise wird für den Raum München vor Niederschlägen von insgesamt 50 Liter Regen pro Quadratmeter gewarnt.

„Die in der Unwetterwarnung gemachten Regenmengen sind allerdings nicht nachvollziehbar, da bereits bis 9 Uhr heute Morgen in München schon 100 (!!!) Liter Regen auf den Quadratmeter gefallen sind. Das ist eine der größten Tagessummen die seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in der bayrischen Landeshauptstadt gefallen sind. Verantwortlich dafür sind die Regenwolken von Tief Ianto, die nur sehr langsam vorankommen. Daher regnet es seit Stunden nahezu immer an der gleichen Stellen“ erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterdienst WETTER.NET die aktuelle Lage.

Der Regen wird den Berechnungen von WETTER.NET zufolge noch bis zum Mittag andauern und dann allmählich nachlassen. Die Folge der heftigen Niederschläge: Hochwasser. Etliche Bäche und kleinere Flüsse steigen bereits rasant an. Regional sind die Pegel innerhalb von nur 2 Stunden um rund 2,5 Meter angestiegen. Die Anstiege werden über den Tag hinweg andauern.

In den nächsten Tagen bleibt es in ganz Deutschland zunächst relativ kühl. Die Temperaturen erreichen bis einschließlich Sonntag 16 bis 23 Grad.

Ab Montag kehrt dann der Sommer zurück. Zunächst klettert das Quecksilber im Osten auf 25 bis 28 Grad, am Dienstag wird es dann auch im Westen wieder sommerlich warm.

Mittwoch und Donnerstag erwarten wie dann deutschlandweit Temperaturen zwischen 24 und 31 Grad. Dazu scheint häufig die Sonne. Nachmittags und abends ist allerdings mit teils kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen.

„Doch die nächste Abkühlung steht schon wieder bereit. Das zweite Juliwochenende wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder wechselhaft und kühler werden. Das Auf und ab beim Sommer geht weiter“ so Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

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