Skandalvorwurf: Wie „rechts“ ist die Leipziger CDU-Fraktion?

Im Leipziger Stadtrat äußerte sich Stadträtin Katharina Krefft in ihrem Redebeitrag zum Thema „Demokratie und Vielfalt“ gestern Abend kritisch dazu, wie sich die Leipziger CDU gegenüber den Fraktionslosen NPD Stadträten verhält. Wortwörtlich sagte Frau Krefft: „Die Leipziger CDU hat ein Abgrenzungsproblem nach RECHTS.“ Wir haben mit Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN Wolfram Leuze über die viel disktutierte Aussage gesprochen:

„Die Leipziger CDU hat ein Abgrenzungsproblem nach RECHTS.“ – Das zumindest behauptete die Stadträtin der GRÜNEN, Katharina Krefft, Donnerstagabend im Leipzig Stadtrat.

Hintergrund, so das Ratsmitglied, seien unter anderem Beobachtungen ihrerseits, dass einzelne Mitglieder der Leipziger CDU im Umgang mit den Fraktionslosen NPD Stadträten ein zu freundschaftliches Verhalten an den Tag legen. Gemeinsamer Kaffee in den Stadtratspausen, vertrautes Schulterklopfen…

Katharina Krefft wollte sich zu ihrer Aussage von gestern Abend zwar äußern und vertrat auch weiterhin ihre Meinung – ihr Fraktionsvorsitz hielt es jedoch für diplomatischer, die Stellungnahme gegenüber Leipzig Fernsehen selbst zu übernehmen.

Interview: Wolfram Leuze, DIE GRÜNE – Stadtratsfraktionsvorsitzender im Leipziger Stadtrat

Ob es diese „Abgrenzungsprobleme“ nun jedoch gerade zum rechten Rand geben muss, das ist eine Frage die heute leider unbeantwortet blieb.

Die beschuldigte CDU-Fraktion wollte sich zu den Vorwürfen am heutigen Tage jedenfalls nicht äußern – der Umgang mit dem Thema sei Teil einer internen Unterredung, hieß es aus der Fraktionsgeschäftsstelle.