Mit einem Kickflip nach Tokyo – Leipzig ist Olympiastützpunkt für Skateboarding

Leipzig – Seit diesem Jahr ist das Heizhaus in Leipzig offizieller Stützpunkt der Sportkommission Skateboard in der Region Mitteldeutschland. Seit 2016 ist der Sport olympische Disziplin. Bei den Sommerspielen in Tokyo 2020 sollen die ersten Wettbewerbe stattfinden.

Ein Perspektivkader dafür steht bereits, dennoch fehlt geeigneter Nachwuchs. Und den zu finden ist gar nicht so einfach, denn Skaten gilt nicht unbedingt als Sport. Skateboarding wurde bisher als urbaner Straßensport und nicht als eigene olympische Disziplin verstanden. Den Begriff Skateboarding also alternativ zu definieren und zu formen, dieser Aufgabe stellt sich nun das Heizhaus Leipzig.

Sport und Disziplin liegen nah beieinander. Skateboarding, zumeist als Lifestyle oder Philosophie verstanden, tut sich hingegen etwas schwer mit Regeln. Wenn aus einer Subkultur eine Sportart gemacht wird, müssen alte Definitionen angepasst werden.

Einer dieser Pioniere ist Tom Kleinschmidt: Langjähriger Skater und in der Szene aktiv. Ab sofort kümmert er sich um die Nachwuchsarbeit in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für die den frischgebackenen Regionalstützpunkt heißt es jetzt, in den drei mitteldeutschen Bundesländern auf Nachwuchssuche zu gehen. Dazu findet am 05. Mai erstmals im großen Stil eine Regionalmeisterschaft im Heizhaus statt. Die besten elf Skaterinnen und Skater qualifizieren sich dort für die Deutsche Meisterschaft im September in Düsseldorf.