Skorpionsspuren im Steinernen Wald von Chemnitz entdeckt

Bei den Grabungen nach dem 290 Millionen Jahre alten versteinerten Wald
in Chemnitz sind Wissenschaftler auf zwei
komplett erhaltene Abdrücke von Skorpionen gestoßen. +++

Die Abdrücke wurden in fünf Metern Tiefe gefunden und sind
etwa zehn Zentimeter lang.

Das Naturkundemuseum Chemnitz will die Funde gemeinsam mit einem noch heute
vorkommenden Waldskorpion am MIttwoch der Öffentlichkeit präsentieren.

Nach Angaben von Grabungsleiter Ralph Kretzschmar sind die kräftigen
Scheren, der Schwanz sowie vier Beinpaare erkennbar. Es habe zwar schon
ältere fossile Nachweise von Skorpionen gegeben, aber noch keinen
einzigen aus dem Perm (rund 290 Millionen Jahre alt).
Mit der weiteren Analyse der
Funde werden Experten der TU Bergakademie Freiberg und des Berliner
Naturkundemuseums betraut.

An der 400 Quadratmeter großen Grabungsstelle waren erst im Sommer die
Abdrücke eines Ur-Sauriers entdeckt worden, zuletzt fanden die Forscher
im vergangenen Monat eine gut erhaltene Baumwurzel. Der bereits zu
Beginn der Arbeiten im Frühjahr 2008 zutage geförderte versteinerte
Schachtelhalm-Baum war als „Fossil des Jahres 2010“ ausgezeichnet
worden. Chemnitz will sich um Aufnahme des Versteinerten Waldes ins
Unesco-Welterbe bemühen.

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