So feiert Leipzig 30 Jahre Friedliche Revolution

Leipzig - Bei einem fünfwöchigem Festakt soll an die dramatischen Ereignisse rund um die Montagsdemonstrationen im Herbst '89 erinnert werden.

Leipzig gedenkt der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren. Bei einem fünfwöchigem Festakt soll an die dramatischen Ereignisse rund um die Montagsdemonstrationen im Herbst '89 erinnert werden. Beim Pressegespräch in der Alten Nikolaischule gaben Oberbürgermeister Burkhard Jung, sowie die Leiterin des "Lichtfest Leipzig", Marit Schulz, die Programmhighlights bekannt.

Am 9. Oktober bildet das Lichtfest den emotionalen Abschluss. In diesem Jahr wird dieses von der Wiener Künstlerin Victoria Coeln vom 4. September an mit Licht gestaltet werden.

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Trotzdem sollen in diesem Jahr auch wieder um die 25.000 Kerzen brennen. Dieses Mal wird aber auf Umweltfreundlichkeit gesetzt. Die Teelichter kommen von einem Leipziger Start-Up das biologisch abbaubare Kerzen produziert.

"Sie bestehen aus einer mineralisch komplett abbaubaren Hülle. Auch das Wachs ist komplett parafinfrei. Das mit den großen Plastikbechern geht noch nicht anders, aber wir werden es so machen, dass wir die Hüllen dann von den Bechern trennen und die werden dann wieder gefüllt", erklärt Marit Schulz.

Ein Vorhaben, das nicht enttäuschen soll, wenn auch Lichtfeste der vergangenen Jahre heftig in der Kritik standen. So galten sie teilweise als Promoaktion ohne wirklichen Tiefgang. Das soll sich mit dem neuen Lichtkonzept ändern.

"Das wird eine Veranstaltung für die Bürger dieser Stadt. Victoria Coeln arbeitet sehr partizipativ. Die Bürger werden ab Anfang September neue Formate zum Lichtfest sehen und an ihnen teilnehmen können. Sie werden Teil des Lichtfestes. Ich glaube nicht, dass man nach diesem 9. Oktober im Blick zurück sagen wird, dass es eine  reine Promoveranstaltung", erklärt Michael Kölsch von der Initiative Herbst '89.

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Sich gemeinsam und solidarisch um den Aufbruch zur Demokratie bemühen. Das ist die zentrale Botschaft des Festes. Diese gemeinsame Aufgabe als auch der gesellschaftliche Dialog sollen nun durch das partizipative Lichtkonzept geschaffen werden.