So finanziert die Stadt Dresden Kita-Sanierungen

Viele Kitas müssen im Dresdner Stadtgebiet saniert oder neu gebaut werden. Um das zu finanzieren hat der Eigenbetrieb Grundstücke verkauft und Freiflächen auf die Empfehlungen des Freistaates auf 10 Quadratmeter pro Kind verkleinert.

Clara und Jasmin sind traurig. Zu klein sind die Spielflächen ihrer Kita.

Spielen, Rutschen, Toben, und Klettern das sollen die 156 Kinder der Kita Kleiner Globus in der Dresdner Südvorstadt auf dem ungefähr 1.500 Quadratmeter großen Außenbereich ihrer Tageseinrichtung. Zu wenig finden nicht nur die Kinder, sondern auch die Kitaleitung und Eltern.

Zehn Quadratmeter pro Kind im Außenbereich – das sieht eine seit 2005 geltende Empfehlung des Sächsischen Sozialministeriums zu den räumlichen Anforderungen an Kinder Tageseinrichtungen vor. Hierbei wird jede Fläche eingerechnet – auch die für Kinder theoretisch nicht nutzbaren, wie beispielsweise Grünanlagen.

Im Fall der Kita an der Uhlandstraße könnten die Kinder deutlich mehr Platz auf einem angrenzenden Grundstück bekommen. Seit der Eröffnung im vergangenen Jahr bemüht sich die Kita um das vormals zugehörige Nachbargrundstück.

Zu eben jenem Grundstück tagt am Mittwoch der Dresdner Stadtentwicklungsausschuss. Viel Hoffnung können die Kinder in diesen Termin wohl nicht setzen, denn das Problem liegt vor allem auch am Eigenbetrieb Kindertagesstätten der Stadt Dresden. Viele Kitas müssen im Stadtgebiet saniert oder neu gebaut werden. Um das zu finanzieren hat der Eigenbetrieb Grundstücke verkauft und Freiflächen auf die Empfehlungen des Freistaates verkleinert.