So hat Dresden dem homophoben ISIS-Anschlag gedacht

Dresden - Die Stadt gedenkt mit Kerzen, Blumen und einer Mahnwache dem homophoben Messerangriff auf der "Schloßstrasse" vor einem Jahr. Der CSD Verein der Stadt, der für Toleranz und Weltoffenheit steht, hatte zur Andacht aufgerufen. Und auch Dresdens Vize-Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch legte eine Blume nieder.

Am 04. Oktober 2020 erreichte der islamistische Terror die Stadt an der Elbe. Ein Gewalttäter griff ein homosexuelles Paar mit einem Küchenmesser an, tötete einen der Männer. Seither berichtete SACHSEN FERNSEHEN immer wieder über das Verbrechen, welches weltweit Schlagzeilen machte. Abdulla A., so der Name des Täters wurde wenige Tage nach seiner Haftentlassung aus dem Gefängnis wieder straffällig, stach in der Dresdner Altstadt die Passanten nieder. Er galt als Gefährder, wurde observiert.

© Roland Halkasch
© SACHSEN FERNSEHEN
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Der Dresdner Stadtrat beschloss im September, am Ort des Attentats auf der Schloßstrasse, einen Erinnerungsort für Opfer homophob und transphob motivierter Gewalt errichten zu lassen. Ein Gestaltungskonzept dafür soll in den nächsten Monaten erarbeitet werden.