So lief der erste Tag mit Maskenpflicht im sächsischen Nahverkehr

Leipzig - Am Montag ist im Freistaat die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel in Kraft getreten. Die allermeisten Fahrgäste hielten sich an die Vorgaben. 

Seit Montag herrscht in Sachsen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Auch nach mehreren Wochen der Corona-Krise bleibt es doch ein ungewohntes Bild, wie hier am Leipziger Hauptbahnhof, an das man sich allerdings wohl zu gewöhnen hat. Fast jeder der hier am Montagmittag auf seine Tram oder Bus wartet, ist bereits mit einem Mundschutz ausgestattet.

Ob Maske oder Tuch - Textilien, die Mund und Nase verdecken sind ab sofort Pflicht. Die Verordnung der sächsischen Staatsregierung vom Freitag brach quasi über die Verkehrsbetriebe im Land herein. Laut LVB-Chef Ulf Middelberg wurde allerdings schnell reagiert.

© Sachsen Fernsehen
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Weitere Maßnahmen im Nahverkehr geplant

Ein Bußgeld droht derzeit noch nicht, wenn man ohne Mundschutz im Nahverkehr unterwegs ist. Allerdings sollte zumindest ein Schal oder Tuch in der häuslichen Gaderobe zu finden sein, um sich und seine Mitfahrer zu schützen. Die Verkehrsbetriebe wollen in den nächsten Tagen weitere Maßnahmen ergreifen, um die Verordnung umzusetzen.

Zahlreiche Stadtmitarbeiter sollen gut sichtbar an den Haltestellen die Bürger auf die Maskenpflicht hinweisen. Dabei wird auf die Eigenverantwortung der Bürger gesetzt, wie Claudia Franko erklärt. Sachsen war das erste Bundesland, das mit einer Maskenpflicht vorgeprescht ist. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern zogen nun nach und führen ab nächster Woche ebenfalls eine Maskenpflicht ein.