So schleifen Weltmeister ihre Messerklingen

Leipzig – Alten Klingen wieder den richtigen Schliff verleihen. Das ist die Arbeit von Thomas Holz. Der gebürtige Franke ist Messer- und Scherenschleifer aus Passion und macht zur Zeit in Leipzig-Seehausen Station. 

Der Beruf des Messerschleifers  ist offiziell in Deutschland seit mehreren Jahrzehnten  ausgestorben. Mit 25 Jahren zog es Holz daher ins ferne Japan, wo er 2,5 Jahre lang die Kunst des Messerschleifens erlernte. Der „Scharfmacher“, wie sich Thomas Holz selber nennt, ist seit 2005 inoffizieller Weltmeister – Friseure und Sterneköche aus aller Welt vertrauen auf seine Fertigkeiten und legen ihre Klingen in die Hände des kernigen Mittelfranken.

Dieses mehrere hundert Euro teure Damastmesser bringt Holz in nur wenigen Minuten wieder zur alten Schärfe zurück. Ein gutes Messer muss aber nicht unbedingt die kostspielige Variante aus Fernost sein. Die Qualität liegt vor allem im Härtegrad. Ob Heckenschere, Brotmesser oder Küchenschere, solange es eine Klinge besitzt, kann fast alles geschliffen werden. Dabei kommt es natürlich auf die richtige Technik an.

Zumeist reicht ein Blick für den Fachmann und kurze Zeit später schneidet die Klinge wieder scharf. Für den Test am eigenen Körper braucht es dann allerdings doch etwas Mut und Fingerspitzengefühl.