So schützen Sie Ihre Mitarbeiter vor Stress und Burnout im Büroalltag

Es ist nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Gerade im Tagesgeschäft kommen manche Dinge zu kurz. Von Mitarbeitermotivation bis hin zur klaren Überstundenregelung oder regelmäßigen Workshops mit der gesamten Belegschaft – es gibt viele Möglichkeiten, der Überbelastung Ihrer Mitarbeiter entgegenzuwirken. Dafür müssen Sie die Anzeichen jedoch frühzeitig erkennen. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie parat.

Beobachten und ansprechen

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Die meisten Arbeitgeber sind selbst sehr beschäftigt und oftmals gestresst im Büroalltag.

Das sollte jedoch nicht der Grund sein, wieso die Mitarbeiter zu kurz kommen.

Ein guter Chef zeichnet sich vor allem auch dadurch aus, dass er seine Angestellten beobachtet und bemerkt, wenn etwas nicht stimmt.

Denn oft fällt es den Betroffenen schwer, selbst die Initiative zu ergreifen und das Gespräch mit dem Chef zu suchen.

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Folgende Anzeichen können auf gestresste Mitarbeiter hinweisen:

  • Überempfindlichkeit: Reagiert Ihr Mitarbeiter gereizt oder mit starken Gefühlsschwankungen auf vermeintlich einfache Aufgaben oder Mitteilungen?
  • Häufige Krankheit: Meldet er bzw. sie sich außergewöhnlich oft krank oder klagt auch bei der Arbeit über Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Unwohlsein?
  • Unruhe: Ihre Mitarbeiter verhalten sich unruhig und wirken wie „unter Strom“?
  • Überstunden: Sie machen jeden Monat Überstunden, haben aber nicht die Gelegenheit, diese auszugleichen?

Wenn nur einer dieser Faktoren auf Ihre Angestellten zutrifft, sollten Sie sich Gedanken über die Auslöser machen und gemeinsam überlegen, wie Sie diese beheben oder eindämmen können.

Die Ursache finden

In den meisten Fällen sind nicht einzelne Faktoren der Auslöser für Stress und Unzufriedenheit. Viel mehr sind es eine ganze Reihe an kleineren Problemen, die zur Überbelastung führen können.

  • Unklare Verantwortlichkeiten: Viele Angestellte wünschen sich klare Rollen und Aufgabenbereiche, um sich auf eine Sache konzentrieren zu können. Sind die Arbeitsbereiche jedoch nicht klar getrennt, kann es zu Mehrarbeit oder Probleme mit den Kollegen kommen.
  • Zu wenig Personal: „Ja klar, das erledige ich schnell.“ – Ein Satz den viele Arbeitnehmer kennen. Man möchte nicht Nein sagen und dem Chef oder den Kollegen einen kurzen Gefallen tun. Doch das kann fatale Folgen haben. Anstatt das klar wird, dass zu wenig Personal für die Aufgaben da ist, wird die Arbeit immer auf dieselbe Person abgewälzt.
  • Kollegenverhältnis: Gemeinsam nach Feierabend Essen gehen, in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang machen und zwischendurch gemeinsam lachen – ein gutes Verhältnis zu den Kollegen gehört nicht immer zum Alltag.
  • Fehlende Überstundenregelung: Häufig gehören sie zum Alltag dazu – Überstunden. Doch wo sie gemacht werden, sollte es auch eine Regelung zum Überstundenabbau geben.
  • Kein Ausgleich zur Arbeit: Nach Feierabend wollen viele Angestellte am liebsten direkt nach Hause und auf die Couch. Problematisch wird es, wenn es keinen richtigen Schnitt gibt und man auch nach Feierabend mit den Gedanken noch bei der Arbeit ist.
  • Arbeitsklima: Ein gut eingerichteter Arbeitsplatz, moderne Büroausstattung, eine Kantine, gemeinsame Mittagspausen mit den Kollegen – das Arbeitsklima ist ebenfalls entscheidend für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
  • Mitarbeitermotivation: Ein wichtiger Faktor, der leider oft von Arbeitgebern vergessen wird: Loben und kritisieren Sie Ihre Mitarbeiter. Nichts ist schlimmer als fehlendes Feedback und Anerkennung für die geleistete Arbeit.

Lösungen bieten und Maßnahmen ergreifen

Sie haben die Ursachen bereits erkannt? Dann müssen Sie nun konkrete Lösungen erarbeiten und Ihren Mitarbeitern anbieten. Am besten gelingt das in einem gemeinsamen Gespräch. Versuchen Sie offen und gelassen mit Ihren Angestellten zu sprechen. Sie sollten Ihnen das Gefühl geben, dass sie sich weder schämen noch rechtfertigen müssen. Legen Sie gemeinsam oder mit dem ganzen Team Maßnahmen fest, die zur Entlastung beitragen und die Arbeitsqualität steigern können. Mögliche Ansatzpunkte sind beispielsweise:

  • Regelmäßige Einzel- oder Teamgespräche: Sprechen Sie gemeinsam über abgeschlossene Projekte und reflektieren Sie die geleistete Arbeit. Seien Sie dabei auch kritisch mit sich selbst und sehen Sie davon ab, Ihre Angestellten bloßzustellen oder im falschen Ton anzugehen.
  • Persönliche Zielsetzungen: Oftmals kann es helfen, klare Ziele für das Geschäftsjahr zu definieren. So wissen Ihre Mitarbeiter genau, worauf hingearbeitet wird.
  • Notiz- und Inspirationsbücher: Bitten Sie Ihre Angestellten, Ihre Gedanken, Probleme oder kreative Ideen zu dokumentieren und aufzuschreiben. Dies bildet eine ideale

Gesprächsgrundlage für Termine und gewährt Ihnen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt Ihrer Mitarbeiter.

  • Klare Pausenregelung: Erinnern Sie aktiv daran, dass Pausen eingehalten werden sollen und müssen. Auch wenn viel Arbeit anliegt, sollten Ihre Angestellten sich die Zeit nehmen, um tief durchzuatmen und ein wenig zur Ruhe zu kommen.
  • Teamevents: Regelmäßige Workshops oder Ausflüge mit der Belegschaft können nicht nur die Ausgeglichenheit fördern. Sie stärken vor allem auch das Teambewusstsein, die Zusammengehörigkeit und die Motivation. Denn nichts ist schöner, als mit den Kollegen auch einmal in entspannter Atmosphäre den Tag zu genießen. Tipp: Planen Sie doch ein gemeinsames Abendprogramm in der Dresdner Semperoper, besuchen Sie mit den Mitarbeitern und deren Familie z.B. den Zwinger in Dresden oder gehen Sie am Wochenende mit der gesamten Belegschaft einmal wandern.

Wachsam bleiben

Auch wenn Sie bereits wissen, welche Probleme Ihre Mitarbeiter plagen, sollten Sie dennoch regelmäßige Gespräche führen und weiterhin auf Anzeichen für Stress achten. Denn die Folgen von langanhaltender Überbelastung, Unzufriedenheit und Unwohlsein können nicht nur physische, sondern vor allem auch psychische Probleme hervorrufen, wie z. B. einen Burnout. Beobachten Sie also das Verhalten oder Äußerungen Ihrer Mitarbeiter und reagieren Sie entsprech