So steht’s um die Mega-Investition von Philip Morris

Dresden - Der Zigarettenhersteller Philip Morris will in Sachsen für rund 290 Millionen Euro eine Hightech-Fabrik bauen. In der sollen Sticks für den elektronischen Tabakerhitzer IQOS produziert werden. Ein riesiges Projekt. Vorbild ist das Werk in Italien. Die Produktionsstätte soll am Dresdner Flughafen entstehen und von der Nähe zur F6-Zigarettenfabrik in der Landeshauptstadt profitieren. Anja Herrmann hat sich in dem Traditionswerk in Dresden-Striesen mit dem verantwortlichen Projektleiter getroffen.

Der Baustart für die 80.000 m² große Anlage ist für Anfang 2018 geplant. Der Tabakriese schafft durch die Investition rund 500 neue Arbeitsplätze in Dresden. Das neue Werk wird im Airportpark im Norden Dresdens errichtet. Die 300 Mitarbeiter am bisherigen Standort in Striesen produzieren auch weiterhin herkömmliche Zigaretten.

Obwohl staatliche Anti-Rauchkampagnen auf die Folgen von Tabakkonsum aufmerksam machen und die Zahl der Raucher in Deutschland zurückgeht, klingeln die Kassen der Tabakbranche. Durch den neuartigen Tabakerhitzer will der Konzern, laut Stacey Kennedy, die Nachfrage nach Alternativen zu den herkömmlichen Zigaretten erfüllen: "IQOS ist weder eine Zigarette, noch eine E-Zigarette. Es ist ein komplett neuartiges Produkt, das wir eingeführt haben. Der Unterschied ist, das es den Tabak von Innen heraus erhitzt. So entstehen weder Rauch noch Feuer oder Asche. Wir haben in den letzten zehn Jahren mehr als drei Milliarden Dollar in die Entwicklung und Erforschung gesteckt. Unsere bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass der IQOS in Verbindung mit den Tabaksticks höchstwahrscheinlich weniger gesundheitsschädlich ist als herkömmliche Produkte."

 

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