So verbreitet ist die ungesunde Angewohnheit

In Sachsen gibt es laut einer Statistik besonders viele Nichtraucher. Im Vergleich zu anderen Bundesländern rauchen die Sachsen deutlich weniger, wenngleich in Dresden eine Zigarettenfabrik ansässig ist. Durch die strenge Regelung zum Schutz der Nichtraucher aus dem Jahr 2008 hat sich viel in Bezug auf den blauen Dunst getan, vor allem in der Gastronomie. Rauchen ist nicht mehr in Gaststätten gestattet, was viele Nikotin-Fans zum Umdenken bewegte.

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Sachsen schützt Nichtraucher seit 2008 mit Vehemenz

In Sachsen gibt es laut einer Statistik besonders viele Nichtraucher. Im Vergleich zu anderen Bundesländern rauchen die Sachsen deutlich weniger, wenngleich in Dresden eine Zigarettenfabrik ansässig ist. Durch die strenge Regelung zum Schutz der Nichtraucher aus dem Jahr 2008 hat sich viel in Bezug auf den blauen Dunst getan, vor allem in der Gastronomie. Rauchen ist nicht mehr in Gaststätten gestattet, was viele Nikotin-Fans zum Umdenken bewegte.

Sachsen schützt Nichtraucher seit 2008 mit Vehemenz

In Bezug auf den Schutz der Nichtraucher gibt es in Deutschland für jedes Bundesland ganz eigene rechtliche Vorgaben. In Sachsen trat am 1. Februar 2008 das Rauchverbot in geschlossenen gastronomischen Räumen in Kraft. Geht es nach den Sachsen, soll es aber künftig noch viel mehr Einschränkungen geben.

Schweden dient dem Freistaat dabei als Vorbild. Während vor sächsischen Gaststätten und Diskotheken geraucht werden kann, sieht es in Schweden anders aus. Dort ist seit 1. Juli 2019 ein noch vehementeres Rauchverbot in Kraft getreten, welches den blauen Dunst in unmittelbarer Nähe der gastronomischen Einrichtungen verbietet. Sachsens Politiker diskutieren solche Möglichkeiten auch in den eigenen Regionen, um die Gesundheitsrisiken durch das schädliche Hobby weiter einzudämmen. Das allerdings war wohl nicht der Grund dafür, dass die Zigarettenfabrik des amerikanischen Unternehmens Philip Morris die Produktion von Dresden nach Polen verlegte. Grund dafür ist eine EU-Richtlinie zu den fälschungssicheren Verpackungen.

Nichtraucher-Bereiche rund um Spielplätze und Bushaltestellen

Seit Langem ist eine Diskussion entbrannt, inwieweit die Beschränkungen der Raucher zum Schutz der Nichtraucher im öffentlichen Raum überhaupt gehen dürfen. Denkbar sind laut vielen Politikern durchaus Nichtraucher-Bereiche an Haltestellen oder Kinderspielplätzen.

Niedersachsen greift strenger durch

Während sich die Politik in Sachsen noch etwas zurückhält, sieht es Niedersachsen schon etwas anders aus. Die Landesoberhäupter setzen schon seit dem 1. August 2007 auf einen umfangreichen Nichtraucherschutz. Er gilt nicht nur in gastronomischen Einrichtungen, sondern vor allem an Jugendeinrichtungen, Schulen, Berufsakademien und vielem mehr.

Dampfen = das neue Rauchen?

In Sachsen und anderen deutschen Bundesländern gibt es deutliche rechtliche Einschränkungen für das Rauchen; vor allem in gastronomischen Betrieben. Allerdings trifft das nur bedingt auf einen neuen Trend zu: das Dampfen. Gerade bei Konsumenten zwischen 18-25 Jahren ist das Rauchen der E-Zigaretten äußerst beliebt. E-Zigaretten unterliegen in Deutschland der Tabakerzeugnisverordnung und dem Tabakerzeugnis gesetzt. Beide werden durch die Bundesregierung genau überwacht und der Konsum im jährlichen Drogenbericht erfasst.

Der wesentliche Unterschied bei der Nutzung der elektronischen Zigaretten besteht darin, dass sie angeblich viel gesünder sein sollen. Wer dampft, bekommt die giftigen Dämpfe durch die Tabakverbrennung, wie sie beim Zigarettenrauchen entstehen, nicht. Trotzdem sind die dampfenden E-Zigaretten keinesfalls ohne Risiken.

E-Zigaretten in kritischer Betrachtung

Verbraucherzentralen gehen gegen E-Zigaretten-Werbung vor. In den Werbekampagnen der E-Zigaretten-Hersteller ist immer alles bunt, besonders harmonisch und so einfach. Verbrauchern wird suggeriert, dass die Nutzung der elektronischen Zigaretten nahezu kein Risiko birgt, sondern einfach wie ein bunter Dampf-Blumenstrauß ist. Diese dampfende heile Welt war der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zu viel und sie ging gegen einige Werbekampagnen vor. Mit Erfolg, denn die Maßnahmen mussten nach dem Beschluss des Landgerichtes Saarbrücken unter Bezug auf das Tabakerzeugnisgesetz eingestellt werden.

E-Zigaretten-Trend verdrängt Sachsens Tabakraucher

Der E-Zigaretten-Trend hat längst auch Sachsen erreicht. Zwar gibt es hier nach wie vor noch immer einen geringen Raucheranteil, aber sie probieren immer häufiger die dampfenden Alternativen. Der Blick in die E-Zigaretten-Shops bestätigt den Trend, denn sie sind mittlerweile in vielen größeren Städten Sachsens zu finden. Hier warten nicht nur formschöne E-Zigaretten auf die dampfende Kundschaft, sondern auch unterschiedliche Geschmacksrichtungen.

Erlaubt ist, was dem Gaumen gefällt: fruchtig-süß Apfel, Ananas oder Orange dampfen. Cappuccino, Basilikum, Schokolade oder ganz andere eigenwillige Dampf-Kreationen – der Vielfalt beim Genuss der E-Zigarette sind kaum Grenzen gesetzt. Vergleich zur anderen Regionen Deutschlands ist Sachsen allerdings beim Genuss der E-Zigaretten und der klassischen Glimmstängel noch immer auf den hinteren Plätzen.

Rauchentwöhnung auf Sächsisch: diese Möglichkeiten gibt es

Wer in Sachsen auf den Glimmstängel verzichten möchte, kann sein ganz eigenes Raucherentwöhnungsprogramm starten. Was es dafür vor allem braucht: Durchhaltevermögen und Willensstärke.

Frische Luft und Ablenkung sind bei der Rauchentwöhnung besonders wichtig. Sachsen bietet dafür unzählige Möglichkeiten, denn das Bundesland ist reich an grünen Wäldern, großartigen Seen, Landschaften und fantastischen Ausflugszielen. Damit die Rauchentwöhnung tatsächlich gelingt, sind ein paar Vorbereitungen notwendig:

  • Ziele definieren

  • Liste mit Gründen für das Rauchen machen

  • Liste mit den negativen Seiten des Rauchens erstellen

Wer sein Ziel kennt, kann es ganz konsequent angehen. Deshalb ist es für die Rauchentwöhnung von Vorteil, ein Startdatum festzusetzen. Viele Raucher nehmen sich den Jahreswechsel als Ausgangspunkt, um beispielsweise am 1. Januar als Nichtraucher gestorben. Wir alle wissen, dass dieses Vorhaben häufig nicht von Erfolg gekrönt ist, denn die Wandlung zu Nichtraucher wird halbherzig durchgeführt. Neben der Definition eines Startdatums ist nämlich auch das Bewusstsein ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

  • Warum möchte ich aufhören mit Rauchen?

  • Warum rauche ich überhaupt?

Es gilt, sich mit diesen beiden Fragestellungen kritisch auseinanderzusetzen, um Ursachenforschung zu betreiben. Wer weiß, warum er raucht, kann ganz gezielt gegen diese Ursachen angehen. Wird in Stresssituationen zum Glimmstängel gegriffen oder gibt es tatsächlich eine jahrelang bestehende Abhängigkeit? Wer tatsächlich vom Nikotin abhängig ist, muss mit deutlich anderen Hilfsmitteln arbeiten, um die Rauchentwöhnung zu schaffen. Nikotinpflaster oder andere Nikotin-Ausgleichspräparate können dabei helfen, die Raucherentwöhnung zu vereinfachen.

Raucherentwöhnung mit E-Zigarette?

Oftmals greifen Raucher für die Entwöhnung auch zur E-Zigarette. Schließlich soll der Nikotingehalt hier deutlich geringer sein. Viele Raucher brauchen das Gefühl, an einem Glimmstängel ziehen zu können, um das eigene Nervenkostüm zu beruhigen. Wem nicht nur die bloße Zigarettenhülle für den Zugreflex reicht, der kann zur E-Zigarette greifen. In Sachsen greifen unter 5 % der Raucher hin und wieder zur E-Zigarette. Damit wird deutlich: Die Sachsen verschmähen nicht nur den blauen Dunst, sondern sind auch für den Trend schwer zu begeistern. Dafür leben in Deutschland laut einem Gesundheit-Report der deutschen Krankenversicherung die gesündesten Menschen (in Hamburg übrigens auch).

Sachsen sind laut der Umfrage so gesund, weil:

  • sie wenig rauchen

  • nur gelegentlich Alkohol trinken

  • ein geringes Stressempfinden aufweisen

  • eine gesunde Ernährung nach Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung umsetzen

Dass die sächsische Bevölkerung Wert auf Aktivität und Gesundheit legt, zeigt sich auch in anderen Bereichen. Statt genüsslich an der Zigarette zu ziehen, treiben die Sachsen lieber gemeinschaftlich Sport. Der Landessportbund Sachsen veröffentlicht dazu aktuelle Zahlen, welche die Bewegung Freude bestätigen. Sachsenweit sind über 600.000 Mitglieder in Vereinen gemeinsam sportlich aktiv und laufen zusammen, gehen Radfahren, Wandern, Skifahren und vieles mehr.

Sachsen hat viel für Gesundheitsbewusste zu bieten

In Sachsen gibt es beste Voraussetzung, um gesundheitsbewusst zu leben. Der Elbradweg führt nicht nur entlang der schönsten Wiesen und Architekturen, sondern lädt auch zum Auspowern mit dem Mountainbike oder Rennrad ein. Geeignet ist er auch zum Inlineskaten oder Spazieren gehen. Unzählige Gastronomie Laden entlang des Weges am Wasser zum gesunden Verweilen ein – in den Innenräumen der Gastronomie natürlich ohne lästigen Dampf durch andere Raucher.

Die Seenlandschaft rund um Leipzig ist ein weiteres Kleinod für alle Naturliebhaber. Boot fahren, Surfen, Schwimmen oder sogar tauchen lernen – all das ist in den sächsischen Gewässern möglich. Natur genießen und Seele baumeln lassen können die Sachsen auch in den eigenen Gebirgen direkt vor der Haustür. Das Elbsandsteingebirge hält unzählige Wanderwege, aufregende Aussichtspunkte und ganze Natur bereit. Wer mit dem Rauchen erfolgreich aufgehört hat, kann in den Wäldern um Dresden beispielsweise frische Luft tanken und die Lunge mit viel Sauerstoff versorgen. Abhängig von der Rauchintensität kann sich die Lunge schon nach ca. drei Monaten deutlich erholen, sodass der sprichwörtlich längere Atem schon bald dabei hilft, noch längere Wanderstrecken im sächsischen Gebirge zu genießen.