So verlief der Chemnitzer Friedenstag

Chemnitz- Am Dienstag stand Chemnitz ganz im Zeichen des Friedens. Gerade zur Kundgebung auf dem Neumarkt wurde den Opfern der Bombardierung der Stadt und der des Zweiten Weltkriegs gedacht.

Unter dem Motto „Frieden im Dialog“ wurde ein Zeichen für Demokratie, Toleranz, ein friedliches Miteinander und Weltoffenheit, gegen Hass und Rechtsextremismus gesetzt. Während den unterschiedlichen Reden, konnten die Besucher vor dem Rathaus eine Kerze auf einer Friedenstaube entzünden, um symbolisch ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Musikalisch wurde die Veranstaltung von den Blechbläsern der Robert-Schumann-Philharmonie begleitet.

Doch bereits vor der Kundgebung fanden über den ganzen Tag verteilt verschiedene Aktionen statt. Traditionell begann der Friedenstag mit der Niederlegung von Kränzen am Mahnmal für die Opfer der Bombardierung auf dem städtischen Friedhof. Auch im Rathaus selbst, waren Kunstwerke von Kindern zum Thema Frieden zu bestaunen.

Für bewegende Momente sorgten besonders die Filmvorführungen „Die letzten Zeugen“ und „Kinder im Krieg“ im Rathaus. In diesen erzählten Zeitzeugen von ihren Erlebnissen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Am späten Nachmittag begannen dann die Friedenswege. Beginnend von der Petrikirche, der Propsteikirche, der Friedenskirche, der Markuskirche und dem Stadlerplatz ging es in unterschiedlichen Routen zum Neumarkt. Hintergrund der unterschiedlichen Routen ist dabei der Gedanke, dass trotz unterschiedlicher Erfahrungen und Wege ein friedliches Zusammentreffen möglich ist.

Zum Abschluss des Friedenstags erklangen um 21 Uhr in der ganzen Stadt die Glocken aller Kirchen.