„Soko Chemnitz“ soll Falle gewesen sein

Chemnitz- Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat die Aktion „Soko Chemnitz“ laut eigener Aussage dafür genutzt, um Rechtsextreme auszutricksen und deren Netzwerk auszuspähen.

Dies gaben die Verantwortlichen am Mittwochnachmittag auf ihrer Internetseite bekannt. Nach monatelanger Recherche seien zwar 1552 Teilnehmer der rechten Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz identifiziert worden, aber eben nicht alle, schreibt die Künstlergruppe.

Laut der Website war das einzige Ziel, dass die Personen das komplette Netzwerk ausliefern ohne dies zu merken. Das wichtigste Element sei dabei die Suchfunktion der Website gewesen. Wie das „Zentrum für politische Schönheit“ die womöglich gewonnenen Daten nun nutzen will, ist nicht bekannt. Auf Grund der Räumungsaktion der Polizei gehe die Organisation nun weiterhin gegen Hausfriedensbruch vor.

Am 3. Dezember betraten Beamte der Polizeidirektion Chemnitz den verschlossenen Geschäftsraum im Rosenhof in Chemnitz, um mehrere Plakate zu beschlagnahmen. Laut Polizei lag der Verdacht einer Straftat nach dem Kunsturhebergesetz vor. Des weiteren wurde in sozialen Netzwerken zu Sachbeschädigungen oder gar Brandstiftungen an den Büroräumen aufgerufen, sodass das gefahrenabwehrrechtliche Einschreiten auch zum Schutz der Büroräume erfolgte.