Soko „Rex“: Tatverdächtiger nach Brandanschlag festgenommen

Beamte der Staatsanwaltschaft Dresden, der Soko „Rex“ und der Polizeidirektion Dresden haben am Montag nach umfangreichen Ermittlungen einen 21-jährigen Tatverdächtigen in Dresden festgenommen. Dem auch wegen Landfriedensbruches vorbestraften Mann wird vorgeworfen, am Morgen des 24. August 2010, eine brennende Flasche in das Gebäude Robert-Matzke-Straße 16 in Dresden geworfen zu haben.

In dem Haus hielten sich zur Tatzeit sieben Erwachsene und drei Kinder auf. Die Bewohner dieses Mehrfamilienhauses bezeichnen sich selber als linkes antirassistisches Wohnprojekt, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit.

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Mordes in zehn Fällen in Tateinheit mit versuchter schwerer Brandstiftung. Im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens durchsuchten die Beamten am Montag vier Wohnungen und vollstreckten den erlassenen Haftbefehl.

Der Brandsatz flog damals auf den Fußboden eines Zimmers im zweiten Obergeschoss, in welchem ein Mann schlief, so das LKA Sachsen. Durch sein schnelles Handeln konnte der Bewohner die Ausbreitung des Brandes verhindern. Es entstand geringer Sachschaden.

Der Tatverdächtige soll noch am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.