Sommer 2018 – Auf dem Weg zum Rekordhalter

Dresden - Bereits in den Witterungsberichten 2017/2018 gab es Rekorde in den Kategorien sonnigster Monat, trockenster Monat und wärmster Monat seit 1961. Der Sommer 2018 folgt jetzt als Rekordjäger. Das Besondere an ihm ist seine Beständigkeit.

Mit 3,2 Grad über dem Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990 (Klimareferenzwert) als der wärmste und mit nur 45 Prozent der sonst üblichen Regenmenge als der trockenste Sommer seit 1961 in die Bücher ein. Deutschlandweit betrachtet steht weiterhin der Hitzesommer 2003 auf Platz eins. In Dresden stellt der diesjährige Sommer den 2003er  allerdings in den Schatten.

Betrachtet man die Sommermonate ünabhängig voneinander, gab es eine deutliche Steigerung von Juni bis August. Mit einem Plus von 2,2 Grad über dem Durchschnitt liegt der Juni 2018 auf dem siebten Platz der wärmsten Junimonate.

© Sachsen Fernsehen
© Sachsen Fernsehen

Die Wetterdaten kommen aus der Wetterstation Dresden-Klotzsche. Seit ein paar Jahren werden aber auch meteorologische Daten im Stadtgebiet erfasst. Im Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede. Während von Juni bis August in Dresden-Klotzsche 57 Sommertage gemessen wurden, waren es in Dresden-Hosterwitz und -Strehlen 63 Tage, in der Äußeren Neustadt 68 Tage und im Botanischen Garten 75 Tage, in denen das Quecksilber 25 Grad Celsius überstieg.

Über 14 Tage mussten die Bürger der Innenstadt bei Tageshöchsttemperaturen über 30 Grad Celsius aushalten. Die Unterschiede bei den Tropennächten sind allerdings weniger großer. Sie schwanken zwischen fünf Tropennächte in Klotzsche und maximal sieben in der Äußeren Neustadt.

Das Besondere an diesem Sommer ist seine Beständigkeit. Seit Februar wird Mitteleuropa von ein und derselben Großwetterlage bestimmt - ein sich immerzu regenerierendes Hochdruckgebiet über Skandinavien/Nordosteuropa. Das liegt insbesonders an der raschen Erwärmung der Arktis.

Text: Landeshauptstadt Dresden

Artikel erstellt von: Julia Mißbach